Kategorie: Amazonas

  • Person paddelt bei Sonnenuntergang in einem Holzkanu über einen ruhigen Fluss im Regenwald, ein typischer Moment einer Amazonas-Tour ab Manaus

    10 Manaus-Tipps für deine Amazonas-Tour in Brasilien

    Praktische Reisetipps für Manaus zu Sicherheit, Gesundheit, Essen, Besichtigungen am Vormittag und Aktivitäten, für alle, die rund um ihre Zeit im Regenwald ein paar Tage in der Stadt verbringen

    Manaus ist das wichtigste Tor zum brasilianischen Amazonas, doch die eindrucksvollsten Erlebnisse beginnen meist jenseits der Stadt. Ob abgelegene Dschungel-Lodges, Flusskreuzfahrten in kleinen Gruppen oder geführte Camping-Expeditionen: Es gibt viele Wege, den größten tropischen Regenwald der Welt zu entdecken.

    Du planst eine Amazonas-Tour ab Manaus in Brasilien? Dann helfen dir diese 10 praktischen Tipps, sicher zu reisen, das passende Erlebnis zu wählen, typische Touristenfallen zu umgehen und deine Zeit in der Region bestmöglich zu nutzen.

    PlanetaEXO, eine auf Amazonas-Touren in Brasilien spezialisierte Ökotourismus-Plattform, hat diese Manaus-Tipps für deinen Besuch in der Stadt zusammengestellt, besonders wenn du auch den Regenwald erkunden möchtest. Hier kommen sie!

    Die Rio-Negro-Brücke in Manaus bei Sonnenuntergang, der Stadt, in der die meisten Amazonas-Touren in Brasilien starten
    Photo: Paulo Mateus Oliveira Guerra

    1) Weniger Zeit in Manaus, mehr Zeit im Amazonas-Regenwald

    Manaus ist zwar der wichtigste Ausgangspunkt für den brasilianischen Amazonas, aber wenn du schon so weit gereist bist, warum dann die meiste Zeit in der Stadt verbringen? Das eigentliche Erlebnis beginnt, wenn du die Stadt hinter dir lässt und tiefer in den Regenwald vordringst.

    Statt deinen Reiseplan mit Stadtbesichtigungen und kurzen Tagesausflügen zu füllen, empfehlen wir dir mindestens 3 bis 5 Tage mitten in der Natur. So bleibt Zeit, abgelegene Flüsse zu erkunden, mit lokalen Guides durch den Dschungel zu wandern, Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum zu beobachten und den Amazonas in Ruhe zu erleben.

    Je nachdem, wie viel Komfort du dir wünschst und wie abenteuerlustig du bist, gibt es verschiedene Möglichkeiten, den Regenwald zu erleben:

    • Amazonas-Lodges: Du wohnst mitten im Regenwald, mit geführten Dschungelwanderungen, Kanuausflügen, Tierbeobachtungen und Begegnungen mit lokalen Gemeinschaften. Von der einfachen Dschungelunterkunft bis zur komfortablen Eco-Lodge ist für jeden Reisestil etwas dabei.
    • Amazonas-Kreuzfahrten: Auf kleinen Expeditionsbooten erkundest du den Rio Negro und seine Nebenflüsse und erreichst abgelegene Gebiete, die bei Tagesausflügen kaum zugänglich sind. Du wachst mit den Geräuschen der Natur auf, fährst durch schmale Wasserwege im Wald und entdeckst jeden Tag eine andere Seite des Amazonas.
    • Dschungel-Camping und Survival-Expeditionen: Für Abenteuerlustige sind Nächte im Camp mitten im Regenwald die intensivste Art, der Natur nahezukommen. Erfahrene lokale Guides zeigen dir Überlebenstechniken im Dschungel, gekocht wird im Wald, und nachts schläfst du umgeben von den Geräuschen des Amazonas.

    Einer der größten Vorteile einer Übernachtung im Regenwald: Du erlebst ihn zu verschiedenen Tageszeiten. Am frühen Morgen lassen sich Vögel am besten beobachten, und nächtliche Ausflüge zeigen dir eine ganz andere Seite des Dschungels.

    Unsere Empfehlung und einer der wichtigsten Tipps für die Amazonas-Tour: Sieh Manaus als Ankunfts- und Abreiseort, nicht als eigentliches Reiseziel. Eine Nacht in der Stadt kann für Flugverbindungen sinnvoll sein, aber gib deiner Zeit im Regenwald Vorrang.

    👉 Weiterlesen: Wie viele Tage im Amazonas solltest du einplanen?

    Reisende von hinten in einem Holzkanu auf einem Kanal durch überfluteten Wald bei einer mehrtägigen Amazonas-Tour ab Manaus
    Photo: Marcelo Bonifácio

    2) Sicher unterwegs: das richtige Viertel, die richtige Fahrt, die richtigen Gewohnheiten

    In Manaus solltest du so aufmerksam sein wie in jeder anderen Großstadt. Das größte Risiko für Besucher sind Gelegenheitsdiebe, die dir das Handy aus der Hand reißen oder in die Tasche greifen. Mit diesen Tipps für Manaus bleibst du entspannt.

    Wo übernachten in Manaus?

    Nicht alle Stadtteile von Manaus passen gleich gut zu Reisenden. Wenn du deine Unterkunft in Manaus aussuchst, behalte diese Viertel im Blick:

    • Ponta Negra: Hotels direkt am Fluss, Restaurants und eine gut überwachte Uferpromenade. Nach dem Regenwald die beste Basis, um runterzukommen.
    • Adrianópolis und Vieiralves: ruhige Wohnstraßen, Einkaufszentren, Restaurants und Bars, in denen abends viele Einheimische sitzen.
    • Centro Histórico: tagsüber sehenswert, nach Einbruch der Dunkelheit aber wie leergefegt. Nach 20 Uhr hältst du dich dort besser nicht mehr auf.
    • Lieber nicht: Compensa, São José Operário und informelle Siedlungen. Für Reisende gibt es dort schlicht nichts zu sehen.

    Und wo übernachten in Manaus, wenn deine Amazonas-Tour am nächsten Morgen startet? Am besten im Centro oder in Adrianópolis: Bis zum Hafen Ceasa, wo mehrere Boote ablegen, sind es von dort nur etwa 20 Minuten. Ponta Negra am anderen Ende der Stadt hebst du dir besser für die Tage nach deiner Rückkehr auf.

    Unterwegs in der Stadt: Gewohnheiten, die helfen

    • Am einfachsten kommst du mit 99 oder Uber durch Manaus, auch vom Flughafen, der rund 14 km vom Zentrum entfernt liegt. Bestell Fahrten nur über die App und prüf das Kennzeichen, bevor du einsteigst.
    • Fahrer und „Guides“, die dich in der Ankunftshalle ansprechen? Einfach ignorieren. Und nachts keine Stadtbusse.
    • Auf der Straße bleibt das Handy in der Tasche, der Reisepass im Hotelsafe. Bargeld und Karten verteilst du auf zwei verschiedene Orte.
    • Geld hebst du tagsüber ab, und zwar drinnen in einer Bankfiliale. Im Mercado Adolpho Lisboa, einem Lieblingsrevier von Taschendieben, behältst du deine Tasche im Auge.

    👉 Weiterlesen: Ist Manaus gefährlich? Ein Leitfaden für Reisende in den Amazonas, Brasilien

    Luftaufnahme der Uferpromenade von Ponta Negra in Manaus mit Hochhäusern, Flusspromenade und dem Rio Negro
    Photo: Cristian Lourenço

    3) Iss wie die Einheimischen (und denk früh an besondere Ernährungswünsche)

    Essen in Manaus, das heißt Flussfisch, Maniok und Früchte, die wild im Wald wachsen. Ein Gericht steht sogar unter gesetzlichem Schutz: Das Sandwich X-caboquinho ist seit 2019 immaterielles Kulturerbe der Stadt.

    Wo du in Manaus gut isst:

    • Tambaqui: der Lieblingsfisch der Region, am besten vom Grill. Probier ihn bei Tambaqui de Banda (R. José Clemente, 596), gegenüber dem Opernhaus.
    • Tacacá: heiße Suppe aus tucupi, jambu (einem Blatt, das die Lippen kribbeln und taub werden lässt) und getrockneten Garnelen. Die Einheimischen löffeln sie am Nachmittag an Ständen wie Tacacá da Gisela (Largo de São Sebastião, Centro).
    • X-caboquinho: ein Brötchen mit der Palmfrucht tucumã, gebratener Kochbanane und Weißkäse. Die Bäckereien verkaufen es ab dem Morgengrauen.
    • Moderne Küche: Zu den bekanntesten Restaurants der Stadt zählen Banzeiro (R. Libertador, 102), Caxiri (R. 10 de Julho, 495) und Biatüwi (R. Bernardo Ramos, 97).
    • Açaí: Echtes Açaí aus dem Amazonas ist ungesüßt und kommt zu Herzhaftem auf den Tisch, etwa zu frittiertem Fisch oder getrockneten Garnelen. Probier es bei AçaíBelém (R. Alexandre Magno, 497) oder Waku Sese (R. Purus, 260).

    Restaurants in Manaus abseits der regionalen Küche

    Japanisch, italienisch, portugiesisch oder Burger: All das findest du in Vieiralves, Adrianópolis und in den Einkaufszentren Amazonas Shopping und Manauara Shopping. Die meisten Restaurants in Manaus schlagen eine freiwillige Servicegebühr von 10 % auf, zusätzliches Trinkgeld ist also nicht nötig.

    Wenn du bestimmte Lebensmittel nicht verträgst oder bewusst darauf verzichtest, helfen dir diese Hinweise:

    • Vegan und vegetarisch: Für rein natürliche, pflanzliche Gerichte ist Edi Sabor Natural (Av. Mário Ypiranga, 54) eine der beliebtesten Adressen der Stadt.
    • Glutenfrei: Tapioca, farinha und tucupi enthalten von Natur aus kein Gluten. Frag aber nach, ob in derselben Fritteuse auch andere Gerichte landen (sem glúten).
    • Lodges und Kreuzfahrten: Sag schon bei der Buchung Bescheid, was du nicht isst, denn mitten im Wald ist der Nachschub begrenzt.

    👉 Weiterlesen: Amazonas-Küche: 7 typische Gerichte aus Brasilien

    Amazonische Küche in Manaus: ein ganzer gegrillter Flussfisch auf Bananenblättern mit gegrillter Kochbanane, Farofa, Limetten und grünem Reis
    Photo: Giovanni Papini

    4) Was du in Manaus gesehen haben solltest

    Teatro Amazonas und Largo de São Sebastião

    Das Opernhaus von Manaus, das Teatro Amazonas, wurde 1896 während des Kautschukbooms eingeweiht und ist bis heute das Wahrzeichen der Stadt. Am 27. Juli 2026 wurde es zusammen mit dem historischen Theatro da Paz in Belém offiziell zum UNESCO-Welterbe erklärt. Führungen gibt es dienstags bis sonntags ab 9 Uhr. Draußen auf dem Largo de São Sebastião warten eine Kirche, ein Pflaster im Wellenmuster und abends die Stände mit tacacá.

    Historisches Zentrum

    Los geht’s am Mercado Adolpho Lisboa, der 1883 mit Eisenkonstruktionen aus Europa eröffnet wurde. Über die Avenida Eduardo Ribeiro läufst du dann durch die Altstadt von Manaus zum Palácio Rio Negro. Zum Abschluss wartet der Mirante Lúcia Almeida, ein Aussichtspunkt über dem Rio Negro.

    MUSA, das Museu da Amazônia

    Wissenschaft und Kultur stehen im Mittelpunkt des Museu da Amazônia (MUSA). Es grenzt mitten in der Stadt an das Waldreservat Adolpho Ducke, und sein 42 Meter hoher Turm ragt über das Blätterdach hinaus. Geschlossene Schuhe sind Pflicht, Führungen auf den Waldpfaden musst du vorab buchen.

    Bosque da Ciência

    Seekühe aus dem Amazonas und Riesenotter leben im Bosque da Ciência, einem Waldpark des INPA, Brasiliens Nationalen Instituts für Amazonasforschung. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung vorab aber Pflicht.

    Wenn du einen Tag übrig hast

    • Presidente Figueiredo: Wasserfälle und Höhlen, etwa 2 Stunden nördlich. Fahr unter der Woche hin oder mach eine mehrtägige Reise daraus, zum Beispiel die 4-tägige Amazonas-Kajaktour in Brasilien.
    • Museu do Seringal: ein Freilichtmuseum, das ein altes Kautschukgut nachstellt, 25–30 Minuten per Boot von der Marina do Davi. Die Praia da Lua liegt auf derselben Strecke, beides lässt sich also gut verbinden. Der Besuch steht auch auf dem Programm der Luxus-Kreuzfahrt Amazonas in Brasilien.
    Geschwungene Treppe zur rosafarbenen Fassade mit weißen Säulen des Teatro Amazonas, dem Opernhaus von Manaus
    Photo: Lucia Barreiros Silva

    5) Erkunde die Stadt am Vormittag

    Was kann man in Manaus machen, ohne in der Hitze schlappzumachen? Leg die Besichtigungen auf den Vormittag. Am frühen Nachmittag erreicht die Hitze ihren Höhepunkt, in der Regenzeit (Dezember bis Mai) ziehen nach dem Mittagessen Gewitter auf, und die Menschenmassen kommen später. Die Sonne geht das ganze Jahr über gegen 6 Uhr auf. So könnte dein Tag aussehen:

    • 6–8 Uhr: Frühstück mit X-caboquinho und Mercado Adolpho Lisboa.
    • 8:30–11 Uhr: der Turm des MUSA, die Führung im Teatro Amazonas oder der Bosque da Ciência.
    • 12–15 Uhr: Mittagessen und Pause im Hotel.
    • 17–18:30 Uhr: Sonnenuntergang in Ponta Negra, danach Abendessen und per Fahrdienst-App zurück.

    Der wichtigste unserer Manaus-Tipps fürs Timing: Plan voraus, dann holst du das Beste aus deiner Zeit heraus. Wirf einen Blick in den Veranstaltungskalender des Teatro Amazonas und buch Führungen auf den Waldpfaden oder Sonnenaufgangstouren im MUSA rechtzeitig. Und wenn du Ende Juni zum Festival de Parintins kommst, reservier Monate im Voraus.

    Aussichtsturm des MUSA, des Museu da Amazônia in Manaus, der über das Blätterdach des Regenwalds ragt
    Photo: Amazonastur

    6) Die Strände von Manaus genießen, aber mit Köpfchen

    Wer in Manaus an den Strand will, landet am Rio Negro: Die Flussstrände gehören zu den Top-Attraktionen der Stadt. Am Wochenende verbringen auch die Einheimischen hier ihre freie Zeit, deshalb kommt es aufs Timing an.

    • Strand von Ponta Negra: Komm am späten Nachmittag, wenn die Sonne über dem Fluss untergeht. Zum Baden taugt Ponta Negra in Manaus nicht immer: Sinkt der Fluss unter 16 m, gilt Badeverbot. Sieh ihn also eher als Flaniermeile.
    • Praia do Tupé und Praia da Lua: nur per Boot ab der Marina do Davi erreichbar. Am ruhigsten ist es an einem Vormittag unter der Woche. Kläre vor der Abfahrt, wann das Boot zurückfährt.

    Gehört zu deiner Amazonas-Tour ab Manaus eine Lodge oder Kreuzfahrt auf dem Rio Negro, brauchst du die Stadtstrände vielleicht gar nicht: In Anavilhanas gibt es in der Trockenzeit weiße Sandstrände, oft nur für deine Gruppe.

    Jahreszeit, Dürre und Timing

    • Am größten sind die Strände von August bis November, wenn der Fluss niedrig steht.
    • Bei schweren Dürren gilt Badeverbot, und die Bootsrouten ändern sich.
    • Sei vor 11 Uhr da, creme dich gut ein und schwimm nie allein.
    Luftaufnahme weißer Flussstrände und Sandbänke an einem Schwarzwasserfluss inmitten des Amazonas-Regenwalds in der Trockenzeit
    Photo: Mário Oliveira

    7) Finger weg von Turbo-Touren und Angeboten aus der Ankunftshalle

    • Turbo-Programme: Der klassische Tagesausflug von Manaus aus quetscht das Encontro das Águas, einen See, eine Show im „indigenen Dorf“ und einen Stopp bei den Delfinen in 6 bis 7 Stunden.
    • Massentourismus: große Boote, dieselben festen Stopps für jede Gruppe, inszenierte Shows. Wenn du einen Tag auf dem Fluss verbringen willst, wähl ein kleines Boot und frag nach, was bei jedem Stopp auf dem Programm steht.
    • Touren aus der Ankunftshalle: Dschungeltouren zum Schnäppchenpreis, die du vorab bar bezahlen sollst, oder Bootstickets von Schleppern am Hafen.

    Buch deine Amazonas-Tour ab Manaus schon vor der Reise, und zwar bei einem lizenzierten Anbieter. Frag nach der Registrierung im Cadastur (dem brasilianischen Register für Tourismusunternehmen und -profis) und nach der offiziellen CNPJ-Nummer (Unternehmensnummer). Bei Preisen weit unter dem Üblichen ist Skepsis angebracht: Seriöse 3-Tage-Programme in einer Lodge kosten meist zwischen 400 und 1.200 US$.

    Silhouette eines Mannes, der bei Sonnenuntergang ein Kanu über einen ruhigen Fluss paddelt, eine entschleunigte Art, den Amazonas zu erkunden

    8) Erzwungene Begegnungen mit Wildtieren? Nein, danke

    Bei Tagestouren ab Manaus sind Fälle dokumentiert, in denen mit Wildtieren alles andere als ethisch umgegangen wird. Nicht selten werden die Tiere betäubt, damit sie zahmer sind und Menschen an sich heranlassen.

    Schwimmen mit Delfinen in Manaus wird gern als harmloses Erlebnis verkauft, das Füttern ebenso. Doch die rosa Flussdelfine gehören zu einer stark gefährdeten Art, und solche künstlichen Begegnungen stören ihr natürliches Verhalten.

    Auch wer Geld für ein Foto mit Faultieren, Kaimanen, Schlangen oder anderen Wildtieren zahlt, richtet Schaden an, und das ist in Brasilien verboten. Die Tiere werden nur in Gefangenschaft gehalten, um als Requisite für Touristen-Selfies zu dienen.

    Echte Tierbeobachtungen passieren spontan: ein Flussdelfin, der neben dem Kanu auftaucht, ein Faultier, das dein Guide entdeckt. Garantiert ist keine davon. Nimm ein Fernglas mit, halte Abstand und lass die Tiere das Tempo bestimmen.

    👉 Weiterlesen: 10 faszinierende Fakten über den Amazonas-Delfin

    Amazonas-Flussdelfin (Boto) taucht an der Wasseroberfläche auf, eine Begegnung in freier Natur, die du aus respektvollem Abstand genießt
    Photo: Jacob Willoughby

    9) Kauf Souvenirs direkt bei lokalen Kunsthandwerkern

    Kaufst du direkt bei indigenen Kunsthandwerkern und kleinen Produzenten, bleibt dein Geld in der Region und du bekommst Stücke, deren Herkunft du kennst. Du suchst echte Souvenirs aus Manaus für zu Hause? Hier lohnt sich der Weg:

    • GaleriAmazônica (R. Costa Azevedo, 272): Arbeiten von mindestens 15 indigenen Völkern, jeweils mit Angabe von Volk und Material.
    • Praça Tenreiro Aranha (R. Guilherme Moreira, 53) und Largo de São Sebastião (R. 10 de Julho, s/n): Kunsthandwerksstände und Läden im Centro, mit Samenschmuck, Körben und Hängematten.
    • Läden im touristischen Zentrum: bequem, aber für dieselben Stücke teurer.

    Lass die Finger von allem, was aus Tierhäuten, Krallen, Zähnen oder Federn gemacht ist. Kauf und Verkauf solcher Produkte sind nach brasilianischem Recht verboten, und für die Ausfuhr braucht es eine offizielle Genehmigung des Ibama, der nationalen Umweltbehörde.

    Kunsthandwerksladen in Manaus mit geflochtenen Körben, bemalten Tabletts, Samenschmuck und Souvenir-T-Shirts
    Photo: Eduardo Amorim

    10) Achte in der Äquatorhitze auf deine Gesundheit

    Tageshöchstwerte von durchschnittlich 31 °C im Februar bis 34,1 °C im September und eine Luftfeuchtigkeit von 75–86 %: So beschreibt das INMET, Brasiliens Wetterdienst, das Klima in Manaus.

    Gegen die Hitze helfen ein paar einfache Manaus-Tipps: Trink den ganzen Tag Wasser aus Flaschen, nimm Sonnencreme mit LSF 30+, setz einen Hut auf und trag leichte, langärmelige Kleidung.

    Impfungen und Mücken

    • Gelbfieber: Für die Einreise nach Brasilien keine Pflicht, für den Bundesstaat Amazonas aber empfohlen. Lass dir die Impfung für Manaus mindestens 10 Tage vor der Reise geben, mit 30 Tagen Abstand zur Masernimpfung.
    • Malaria und Dengue: Der beste Schutz vor Krankheiten, die Mücken übertragen, ist, gar nicht erst gestochen zu werden. Nimm einen Mückenschutz mit mindestens 20 % DEET oder Picaridin, trag Kleidung, die möglichst viel Haut bedeckt, und halte nachts Fenster und Türen geschlossen. Hotels in der Region haben meist Moskitonetze.

    Medizinische Notfälle

    In Brasilien behandelt das öffentliche Gesundheitssystem SUS Notfälle kostenlos, auch bei internationalen Reisenden. Wichtigstes öffentliches Notfallkrankenhaus in Manaus ist das Hospital e Pronto-Socorro 28 de Agosto in Adrianópolis.

    Private Kliniken behandeln nur gegen Bezahlung oder mit umfassendem Versicherungsschutz, und Dschungel-Lodges liegen Stunden von der nächsten medizinischen Versorgung entfernt. Eine Reiseversicherung mit medizinischer Evakuierung, die alle geplanten Aktivitäten abdeckt, ist deshalb unverzichtbar.

    👉 Weiterlesen: Ist der Amazonas gefährlich? Der komplette Sicherheitsguide für Brasilien

    Von den Manaus-Tipps zur Reise: Plan deine Amazonas-Tour mit PlanetaEXO

    Manaus ist eine spannende Stadt, aber wenn du den Amazonas-Regenwald entdecken willst, empfehlen wir dir, die meiste Zeit in der Natur zu verbringen. Ob Dschungel-Lodge, Flusskreuzfahrt oder Camping-Expedition: Ein mehrtägiges Erlebnis bietet dir mehr Gelegenheiten, abgelegene Wasserwege zu erkunden, Tiere zu beobachten und von lokalen Guides zu lernen.

    PlanetaEXO ist eine auf Abenteuerreisen in Brasilien spezialisierte Ökotourismus-Plattform. Wir arbeiten mit den besten lokalen Veranstaltern im Amazonas zusammen und kümmern uns um jedes Detail deiner Reise, von der Abholung im Hotel in Manaus bis zur maßgeschneiderten Route durch den Regenwald. Kontaktiere uns jetzt!

  • Luftaufnahme des Encontro das Águas bei Manaus, wo der dunkle Rio Negro auf den sandbraunen Rio Solimões trifft

    Encontro das Águas bei Manaus, Brasilien: Warum sich Rio Negro und Solimões nicht vermischen

    Temperatur, Säuregehalt, Strömung, Dichte und Chemie: Was die Wissenschaft über den Encontro das Águas weiß, welche zwei Flüsse dahinterstecken, welchen Platz er in der brasilianischen Kultur hat und mit welchen Reisen du hinkommst

    Direkt östlich von Manaus trifft der dunkle, teefarbene Rio Negro auf den sandbraunen Rio Solimões. Statt sich zu vermischen, fließen die beiden nebeneinander her, im selben Flussbett und getrennt durch eine scharfe Linie. Du siehst sie vom Boot aus, aus dem Flugzeug und laut NASA sogar aus dem All. Das ist der Encontro das Águas, auf Deutsch etwa die „Begegnung der Wasser“.

    Ein schönes Fotomotiv ist das allemal, aber eben nicht nur: Hydrologen vermessen das Phänomen seit Jahrzehnten, Dichter haben darüber geschrieben, und die Stadt Manaus trägt es ebenso im Wappen wie der Bundesstaat Amazonas. Warum bleiben die beiden Flüsse getrennt? Und wo kannst du das mit eigenen Augen sehen?

    PlanetaEXO, eine auf Amazonas-Touren in Brasilien spezialisierte Ökotourismus-Plattform, hat hier alles zusammengetragen, was du über das Phänomen wissen musst. Los geht’s!

    Was ist der Encontro das Águas?

    Der Encontro das Águas ist der Zusammenfluss von Rio Negro und Rio Solimões am östlichen Stadtrand von Manaus. Die Hauptstadt des Bundesstaats Amazonas ist zugleich das Tor zum Amazonas-Regenwald. Wo die beiden aufeinandertreffen, ist das gemeinsame Flussbett etwa 5 bis 5,5 km breit. So steht es in einer Studie, die 2018 in der Fachzeitschrift „Comptes Rendus Geoscience“ erschienen ist.

    Berühmt macht ihn die Grenzlinie: fast schwarzes Wasser auf der einen Seite, milchkaffeebraunes auf der anderen. Das Earth Observatory der NASA hat die Linie aus der Umlaufbahn fotografiert und beschreibt sie als sichtbar „aus dem All und von der Wasseroberfläche selbst“.

    In Brasilien gehört der Zusammenfluss so fest zur Identität der Region, dass sogar der öffentliche Fernsehsender des Bundesstaats nach ihm benannt ist (TV Encontro das Águas), ebenso eine Musikreihe im Teatro Amazonas. Wer auf dem Amazonas unterwegs ist, macht hier meist den ersten Halt nach Manaus.

    Oft ist von 6 km die Rede. Laut Forschungsergebnissen in Comptes Rendus Geoscience fließen Negro und Solimões aber 50 bis 100 km flussabwärts unvermischt nebeneinander her. Eine Studie von 2009 in Hydrological Processes zeigt: Die beiden mischen sich nach und nach, und wie lang die Strecke bis dahin ist, hängt von der Jahreszeit und der Wassermenge der Flüsse ab.

    👉 Mehr dazu: Wie kommt man zum Amazonas in Brasilien?

    Wie entsteht die Grenze zwischen den Flüssen?

    Einen einzigen Grund gibt es nicht. Rio Negro und Solimões unterscheiden sich gleich in fünf messbaren Punkten: Temperatur, Säuregehalt, Geschwindigkeit, Dichte und Chemie. Zusammen bremsen diese Unterschiede die Vermischung über Dutzende Kilometer aus.

    Nahaufnahme des Encontro das Águas: der dunkle Rio Negro und der braune Rio Solimões fließen nebeneinander

    Temperatur

    Der Rio Negro ist etwas wärmer. Bei Niedrigwasser im Oktober 2014 maßen Forschende 30,3 °C im Negro und 29,6 °C im Solimões, bei Hochwasser im April und Mai 2015 waren es 29 °C gegenüber 28 °C.

    Das hat Folgen, denn warmes Wasser ist leichter als kaltes. Der Temperaturunterschied beeinflusst also, wie die Strömungen verlaufen, und wirkt sich direkt auf die Dichte beider Flüsse aus.

    Säuregehalt (pH-Wert)

    Die Studie in Comptes Rendus Geoscience ermittelte einen pH-Wert von 5,0 bis 5,6 im Negro und von 6,7 bis 6,9 im Solimões. Messungen des HYBAM-Programms kamen 1997 auf 5,5 gegenüber 7,0. Weil die pH-Skala logarithmisch ist, bedeutet ein pH-Wert von 5,5, dass das Wasser rund 30-mal saurer ist als bei pH 7,0. Kurz gesagt: Der Rio Negro ist deutlich saurer.

    Die Säure stammt aus dem Wald selbst. In den überfluteten Wäldern und Sümpfen entlang des Negro zersetzen sich Laub und Pflanzenreste und geben dabei Huminsäuren ins Wasser ab. Genau diese Stoffe sorgen auch für die dunkle Farbe.

    Nach Angaben des brasilianischen Nationalen Instituts für Amazonasforschung (INPA) hat Schwarzwasser im Amazonas typischerweise einen pH-Wert zwischen 4 und 5. Ein Weißwasserfluss wie der Solimões ist dagegen fast neutral.

    Schon gewusst? Die Säure hilft außerdem, Insekten von den Ufern fernzuhalten. Deshalb haben Abenteurer rund um den Rio Negro weniger mit Mücken zu kämpfen.

    Boot überquert am Encontro das Águas die Grenzlinie zwischen dem dunklen Rio Negro und dem sandbraunen Solimões

    Strömungsgeschwindigkeit

    Am Zusammenfluss fließt der Negro im Schnitt mit 0,37 bis 0,38 m/s (etwa 1,4 km/h), der Solimões dagegen mit 1,42 bis 1,65 m/s (etwa 5 bis 6 km/h), an manchen Stellen mit bis zu 2,6 m/s. Damit ist der Solimões rund viermal so schnell.

    Er führt auch viel mehr Wasser. Laut einer Studie in der Fachzeitschrift Geosciences kommt der Solimões im Mittel auf etwa 103.000 m³/s, der Negro auf etwa 28.400 m³/s, also nur gut ein Viertel davon.

    Der Geschwindigkeitsunterschied, der weiter unten beschriebene Dichteunterschied und die Scherkräfte entlang der Grenze wirken zusammen. Deshalb steht die Trennfläche zwischen den beiden Strömungen nicht senkrecht, sondern liegt schräg.

    Dichte

    Der Rio Solimões ist aus zwei Gründen dichter: Er ist etwas kühler und er steckt voller Sedimente aus den Anden, wo er entspringt.

    Weil sein Wasser schwerer ist, schiebt es sich unter das des Negro. Die Vermischung beginnt deshalb nahe am Flussgrund, während die Linie an der Oberfläche viel länger scharf bleibt.

    Der Encontro das Águas vom Boot aus bei Manaus: dunkles Wasser des Rio Negro wirbelt in den braunen Solimões

    Chemische Zusammensetzung

    In den 1950er-Jahren teilte der deutsche Limnologe Harald Sioli die Flüsse Amazoniens in drei Typen ein: Weißwasser, Schwarzwasser und Klarwasser. Am Encontro das Águas treffen die beiden Extreme dieses Systems aufeinander.

    • Solimões (Weißwasser): entspringt in den Anden und führt nährstoffreiche Sedimente mit; sein Wasser ist reich an Karbonaten und Kalzium.
    • Rio Negro (Schwarzwasser): entwässert den uralten Guayana-Schild mit seinen Weißsandböden, die kaum Sedimente oder Mineralien abgeben.
    • Gelöste Mineralien: Die elektrische Leitfähigkeit, ein Maß für gelöste Salze, liegt im Negro bei etwa 8 µS/cm, im Solimões bei 80 µS/cm und damit zehnmal höher.
    • Organisches Material: Im Negro steckt mehr als doppelt so viel gelöster organischer Kohlenstoff wie im Solimões. Diese Huminstoffe färben das Wasser wie starken Tee.

    Jahreszeiten und Dürre

    Starr ist die Linie übrigens nicht. Ab November steigt der Solimões, breitet sich aus und drängt das Schwarzwasser des Negro ans linke Ufer, wie Studien zeigen. Im Januar und Februar bedeckt das Weißwasser flussabwärts dann beide Ufer. Auch Lage und Breite der Mischzone verändern sich, je nachdem, wie viel Wasser jeder der beiden Flüsse führt.

    Auch extreme Dürren können die Linie verwischen. Am 4. Oktober 2024 fiel der Rio Negro in Manaus auf 12,66 m. Laut dem Geologischen Dienst Brasiliens (SGB) war das der niedrigste Pegel seit Beginn der Messungen im Jahr 1902. Danach sank der Fluss weiter bis auf 12,11 m, sodass der Kontrast kaum noch zu erkennen war.

    👉 Mehr dazu: Beste Reisezeit Amazonas: Wann du den Regenwald in Brasilien besuchen solltest

    Mehr über den Rio Negro und den Solimões

    Rio Negro

    Der Rio Negro entspringt im Regenwald im Osten Kolumbiens. Dort ist sein Quellgebiet über den Casiquiare-Kanal mit dem Einzugsgebiet des Orinoco verbunden. Insgesamt ist er etwa 2.250 km lang, 1.370 km davon in Brasilien.

    Die Initiative Aguas Amazónicas der Wildlife Conservation Society bezeichnet ihn als den einzigen großen Schwarzwasserfluss im Amazonasbecken. Auf ihn entfallen 13 bis 14 % des Amazonas-Abflusses.

    Rund 40 km flussaufwärts von Manaus verzweigt sich der Negro im Anavilhanas-Nationalpark um mehr als 400 Inseln und bildet eines der größten Flussarchipele der Welt.

    👉 Mehr dazu: Die Besten Amazonas-Kreuzfahrten in Brasilien

    Rio Solimões

    Solimões nennen die Brasilianer den Oberlauf des Amazonas, von der Grenze zu Peru bis zum Zusammenfluss mit dem Negro. Er entspringt in den peruanischen Anden und fließt in Brasilien rund 1.600 km weit durch eine bis zu 80 km breite Überschwemmungsebene. Sein Einzugsgebiet umfasst mehr als 2,1 Millionen km².

    Die Andensedimente, die der Rio Solimões mitführt, geben ihm seine cremig-braune Farbe. Und ihnen ist es zu verdanken, dass seine Überschwemmungsgebiete, die Várzeas, zu den fruchtbarsten Böden Amazoniens gehören.

    Drohnenaufnahme der scharfen Grenze zwischen dem schwarzen Rio Negro und dem milchkaffeebraunen Solimões im Amazonas

    👉 Mehr dazu: Wann ist die beste Zeit für eine Amazonas-Kreuzfahrt in Brasilien?

    Das Naturschauspiel in Kunst und Kultur

    Kein Wunder, dass zwei Flüsse, die sich nicht vermischen, die Fantasie beflügeln. Im Reisetagebuch des Schweizer Naturforschers Louis Agassiz und seiner Frau Elizabeth steht unter dem 5. September 1865, dass die Indigenen der Gegend den Solimões den „lebendigen“ und den Negro den „toten“ Fluss nannten.

    Seitdem greifen Künstler das Motiv immer wieder auf. Da wäre etwa der Bühnenvorhang des Teatro Amazonas (1894), den Crispim do Amaral gemalt hat. Fernando Sabino gab seiner Sammlung von Crônicas (kurzen Alltagsgeschichten) den Titel „O Encontro das Águas“ (1977). Dazu kommt der Song „Encontro das Águas“ (1993) von Jorge Vercillo und Jota Maranhão.

    So tief ist der Encontro das Águas in Geschichte und Kultur Amazoniens verwurzelt, dass er auch in den Wappen des Bundesstaats Amazonas (1897) und der Stadt Manaus (1906) auftaucht.

    Bühnenvorhang des Teatro Amazonas in Manaus, von Crispim do Amaral gemalt und vom Encontro das Águas inspiriert

    👉 Mehr dazu: Ist Manaus gefährlich? Ein Leitfaden für Reisende in den Amazonas, Brasilien

    PlanetaEXO-Reisen mit Stopp am Zusammenfluss

    Du willst selbst sehen, wie Rio Negro und Solimões Seite an Seite fließen? PlanetaEXO bietet mehrere Amazonas-Touren an, die am Encontro das Águas vorbeiführen. Hier der Überblick:

    Reise Reiseart Dauer Wann du den Encontro das Águas siehst
    4-tägige Brasilianische Amazonas-Dschungeltour Dschungel-Lodge 4 Tage Gleich zu Beginn, bei der Bootsfahrt von Manaus nach Careiro da Várzea.
    Amazon Turtle Lodge: 5-tägiger Urlaub im Amazonas-Regenwald in Brasilien Dschungel-Lodge 5 Tage Am 1. Tag bei der Überfahrt nach Careiro da Várzea: Das Boot fährt mitten hindurch.
    Juma Amazon Lodge: 5-Tage-Dschungeltour ab Manaus Dschungel-Lodge 5 Tage Am ersten Tag auf dem Weg nach Juma, wenige Stunden vor einer nächtlichen Bootssafari.
    Amazonas-Trekking- und Survival-Tour: 6 Tage Abenteuer Survival- und Trekking-Expedition 6 Tage Zum Auftakt geht es im Schnellboot den Rio Negro hinunter bis zum Zusammenfluss und von dort weiter zum ersten Dschungelcamp.
    Luxus-Kreuzfahrt Amazonas in Brasilien Flusskreuzfahrt 5 Tage Am 1. Tag, kurz nach dem Ablegen: Das Schiff fährt am historischen Hafen von Manaus und am Zusammenfluss der beiden Flüsse vorbei, bevor es den Ökologischen Park Janauari erreicht.
    Tucano Amazonas-Flusskreuzfahrt: 5-tägige Wildnis-Expedition Flusskreuzfahrt 5 Tage Gegen Ende der Reise: An Tag 4 fährt die Tucano flussabwärts bis dorthin, wo Negro und Solimões zusammentreffen.

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  • Luftaufnahme der Uakari Floating Lodge mit ihren rot gedeckten Hütten entlang eines Stegs auf dem See im Mamirauá-Reservat

    8 Fakten über die Uakari Floating Lodge: das schwimmende Ökohotel im brasilianischen Amazonas

    Ein Forscher suchte einen seltenen Affen, und am Ende stand eine Lodge, die wirklich auf dem Fluss schwimmt: Hier kommen ein paar Fakten über die Uakari-Lodge, tief im brasilianischen Mamirauá-Reservat

    An einem Abschnitt des Solimões nahe Tefé, tief im brasilianischen Amazonas, liegt eine der ungewöhnlichsten Unterkünfte der Region: eine Lodge, komplett auf dem Wasser gebaut. Die Uakari Floating Lodge steht im Mamirauá-Reservat für nachhaltige Entwicklung, einem 1.124.000 Hektar großen Schutzgebiet aus Várzea-Wald (Überschwemmungswald). Mit dem Fluss hebt und senkt sie sich um bis zu 12 Meter im Jahr.

    Seit fast drei Jahrzehnten ist die Lodge in Betrieb, eines der frühesten Beispiele im Amazonas für Tourismus in der Hand der Gemeinden. Geführt wird sie von einem staatlichen Forschungsinstitut und den Flussgemeinden, die hier wirklich zu Hause sind. Namensgeber ist der Uakari-Affe, ein auffälliger Waldbewohner mit knallrotem Gesicht.

    Holzsteg über dem Fluss zu einer Pfahlbauhütte unter orangefarbenem Sonnenuntergang im Amazonas
    Photo: Gui Gomes

    Du fragst dich, was ein schwimmendes Hotel mitten in einem Schutzgebiet so besonders macht, dass sich die Fahrt flussaufwärts lohnt? PlanetaEXO, eine auf Amazonas-Regenwald-Touren in Brasilien spezialisierte Ökotourismus-Plattform, hat 8 Fakten über die Uakari-Lodge zusammengetragen. Schau sie dir unten an!

    1. Die Uakari Floating Lodge gibt es, weil ein Forscher einen seltenen Affen suchte

    Der brasilianische Primatologe José Márcio Ayres reiste in den 1980er-Jahren in die Region, um dort gezielt den weißen Uakari zu erforschen, genau das Tier, das der Lodge später ihren Namen gab. Vorgefunden hat er ein Gebiet, das von unkontrollierter Ausbeutung bedroht war.

    Weil er das Ökosystem der Region sichern wollte, schlug er 1985 ein Schutzgebiet vor. Aus dieser Initiative entstand die Ökologische Station Mamirauá im Jahr 1986. 1998 kam dann das Instituto Mamirauá dazu, das staatliche Forschungsinstitut, das die Lodge bis heute verwaltet.

    Seinen Doktortitel erwarb Ayres in Cambridge mit einer Arbeit über Uakaris und den Überschwemmungswald des Amazonas, gestützt auf Feldforschung nahe Tefé. Die Uakari-Lodge ging direkt aus dieser Forschung hervor: Ab etwa 1998 wuchs sie aus einem schwimmenden Forschungslabor heraus, das das Institut im Reservat betrieb. Seit fast 30 Jahren empfängt sie Gäste und steckt die Einnahmen aus dem Tourismus laufend in Projekte der örtlichen Gemeinden.

    Weißer Uakari-Affe mit kahlem rotem Gesicht und hellem, zotteligem Fell auf einem flechtenbewachsenen Ast im Amazonas-Regenwald
    Photo: André Zumak

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    2. Schwimmende Fundamente aus einem der leichtesten Bäume des Amazonas

    Die Uakari-Lodge im Amazonas steht nicht auf Stelzen wie die meisten Bauten am Flussufer: Sie schwimmt wirklich.

    Die Gebäude ruhen auf massiven Stämmen des Assacu (Hura crepitans), eines heimischen Amazonasbaums, der über 30 Meter hoch wird. Sein Holz ist ungewöhnlich leicht (Dichte etwa 0,36–0,38 g/cm³) und trägt damit ein ganzes Haus auf dem Fluss.

    Der Entwurf stammt aus dem Reservat selbst: Forscher des Instituto Mamirauá entwickelten ihn gemeinsam mit AAGEMAM, dem Verband der Guides aus den Flussgemeinden. Traditionelles Wissen der Region über schwimmendes Bauen steckt hier in einer modernen Gästeunterkunft. So entstand eine schwimmende Lodge im Amazonas.

    Schwimmende Bungalows mit roten Dächern der Uakari Floating Lodge, vom Wasser aus zwischen Zweigen gesehen
    Photo: Gui Gomes

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    3. Geführt von einem Forschungsinstitut und der Gemeinde vor Ort

    Die Uakari Floating Lodge gehört dem Instituto Mamirauá, das 1999 offiziell als staatliche Forschungseinrichtung gegründet wurde und dem brasilianischen Ministerium für Wissenschaft, Technologie und Innovation angegliedert ist.

    Im Alltag verwaltet das Institut sie gemeinsam mit AAGEMAM, dem Verband der Flussgemeinden im Reservat. So entscheiden die Menschen vor Ort direkt mit, wie ihr eigenes Schutzgebiet Besucher empfängt.

    Auch der Schutz des Ökosystems ist offiziell anerkannt. Das Mamirauá-Reservat für nachhaltige Entwicklung umfasst 1.124.000 Hektar überfluteten várzea-Wald am Zusammenfluss von Solimões und Japurá. Seit 1993 ist es ein Ramsar-Feuchtgebiet von internationaler Bedeutung. 2003 kam seine Demonstrationszone zum Zentralamazonischen Schutzgebietskomplex hinzu, einer UNESCO-Welterbestätte.

    4. Pioniergeist und Pegelstände

    Brasilien schuf eigens eine neue Schutzgebietskategorie für Mamirauá. So entstand das allererste Reservat für nachhaltige Entwicklung des Landes. Unterzeichnet wurde das Gesetz am 12. Juli 1996.

    Anders als Schwarzwassergebiete kennt diese Weißwasser-Aue aus várzea-Wald extreme Schwankungen im Jahresverlauf. Zwischen Niedrigwasser (September bis November) und Hochwasser (Mai bis Juli) steigt und fällt der Pegel um rund 10 bis 12 Meter, örtlich sogar bis zu 16 Meter.

    Etwa vier Monate im Jahr steht der Wald rund um die Lodge unter Wasser. Genau deshalb musste sie von Anfang an schwimmen können.

    Überfluteter Várzea-Wald am Flussufer im Mamirauá-Reservat mit einem Vogel über dem Wasser

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    5. Unterwegs im Kanu statt auf der Straße

    Durch einen überfluteten Wald führt keine einzige Straße, deshalb geht hier alles mit dem Kanu oder einem kleinen Boot: Fahrten durch den Überschwemmungswald selbst, Nachtwanderungen auf der Suche nach Kaimanen, traditionelles Piranha-Angeln, Begegnungen mit rosa Flussdelfinen und ein geführter Besuch in einer der Flussgemeinden des Reservats.

    Die Uakari Floating Lodge bietet Aufenthalte von 3, 4 oder 7 Nächten, dazu ein eigenes 4-Nächte-Programm zur Vogelbeobachtung für alle, die es gezielt auf die Artenliste des Reservats abgesehen haben. Der Betrieb ist klein und abgelegen, mit nur einer Handvoll Zimmer. Deshalb sollten Kinder in der Regel älter als 10 Jahre sein.

    Die Anreise verlangt etwas Einsatz: Du fliegst zuerst nach Manaus, dann in einem rund einstündigen Inlandsflug weiter nach Tefé. Die letzten 1,5 bis 2 Stunden bringt dich ein Boot bis zur Lodge.

    Guide paddelt ein Kanu mit zwei Reisenden durch den überfluteten Wald des Amazonas
    Photo: Gui Gomes

    👉 Entdecke das Abenteuer: Uakari Lodge: Amazonas-Regenwald-Ecolodge-Reise in Brasilien

    6. Nachhaltigkeit im Betrieb und internationale Auszeichnungen

    Die Lodge erzeugt ihren Strom selbst mit Solarenergie, sammelt Regenwasser für die Gäste und klärt ihr Abwasser, bevor es überhaupt in den Fluss gelangt.

    2015 zahlte sich dieses Engagement für die Gemeinden aus. Bei den World Responsible Tourism Awards holte die Uakari Lodge Silber in der Kategorie „Best for Poverty Reduction“, geteilt mit nur zwei weiteren internationalen Finalisten. Ausgezeichnet wurde ein Modell, das den wirtschaftlichen Nutzen direkt in die Dörfer zurückfließen lässt.

    Mitarbeitende warten bei Sonnenuntergang auf dem Holzdeck der Uakari Floating Lodge, während ein Boot anlegt
    Photo: Gui Gomes

    7. Einer der besten Orte weltweit, um den rosa Amazonas-Flussdelfin zu sehen

    In den Gewässern rund um die Uakari Floating Lodge leben so viele rosa Amazonas-Flussdelfine (boto-cor-de-rosa) wie kaum irgendwo sonst: Bis zu 61 Tiere pro Quadratkilometer wurden in den Mündungsbereichen gezählt, dazu 64 Tiere pro Quadratkilometer beim Tucuxi, dem kleineren grauen Flussdelfin.

    Bei den Delfinen bleibt es nicht. Im Reservat leben außerdem Jaguare, schwarze Kaimane, Faultiere, Nasenbären und natürlich der Affe, nach dem die Lodge benannt ist: ein weißer Uakari, eine Art, die es sonst fast nirgends auf der Welt gibt.

    Zwei graue Tucuxi-Delfine tauchen im ruhigen Wasser des Amazonas auf
    Photo: Gui Gomes

    👉 Mehr dazu: 15 Amazonas-Tiere: entdecke die Tierwelt Brasiliens

    8. Die Uakari-Lodge half, einen der größten Fische des Amazonas zu retten

    Das Instituto Mamirauá hat sein partizipatives Managementprogramm für den Pirarucu (Arapaima) gemeinsam mit den Flussgemeinden entwickelt. Weltweit gehört es zu den am besten dokumentierten Fällen, in denen sich ein Fischbestand wieder erholt hat.

    Weil die Fischer vor Ort selbst auf die Regeln achten und die Bestände zählen, wuchs die Pirarucu-Population in den bewirtschafteten Seen bis 2018 von rund 2.500 auf über 190.500 Tiere. Das trug entscheidend dazu bei, dass der Pirarucu von Brasiliens Liste der bedrohten Arten gestrichen wurde.

    Inzwischen wird das Modell auch in anderen Teilen des Bundesstaats Amazonas übernommen. Dahinter steckt derselbe Ansatz aus Naturschutz und Tourismus, aus dem auch die Uakari-Lodge überhaupt erst entstanden ist.

    Pirarucu (Arapaima), einer der größten Süßwasserfische des Amazonas, unter Wasser

    👉 Mehr dazu: Projekte zum Schutz des Regenwaldes: 8 Initiativen im Amazonas für 2026

    Die Uakari Floating Lodge mit PlanetaEXO besuchen

    Jetzt weißt du, wie aus der Suche eines Forschers nach einem seltenen Affen eine Lodge wurde, die so stark von den Gemeinden getragen wird wie kaum eine andere im Amazonas. Der nächste Schritt: das Mamirauá-Reservat mit eigenen Augen sehen.

    Als Ökotourismus-Plattform für Reisen in Ecolodges im brasilianischen Amazonas arbeitet PlanetaEXO seit Langem mit der Uakari Floating Lodge zusammen. Gemeinsam mit Partnern vor Ort plant unser Team maßgeschneiderte Aufenthalte im Reservat, ganz ohne Papierkram und Umwege. Kontaktiere uns jetzt!

  • Ist der Amazonas gefährlich? Der komplette Sicherheitsguide für Brasilien

    Ist der Amazonas gefährlich? Der komplette Sicherheitsguide für Brasilien

    Ist der Amazonas-Regenwald gefährlich? Hier erfährst du, was wirklich ein Risiko ist und wie erfahrene Profis dafür sorgen, dass deine Reise sicher bleibt und Spaß macht

    5,5 Millionen km² groß ist der größte tropische Regenwald der Erde, 60 % davon liegen in Brasilien. Diese Dimension wirkt erst mal einschüchternd. Die Realität sieht anders aus. Wenn du dich fragst, ob ein Besuch im Amazonas-Regenwald sicher ist, lautet die Antwort ja, solange erfahrene Profis an deiner Seite stehen.

    Lizenzierte Guides, lokale Veranstalter und Dschungel-Lodges befahren dieselben Flüsse und laufen dieselben Pfade, mehrere hundert Mal im Jahr. Genau diese Wiederholung macht aus Wildnis eine geplante Reise.

    Die echten Gefahren am Amazonas sind deutlich weniger filmreif, als Kinofilme suggerieren. Hitze, Mückenstiche und Beschwerden bei Aktivitäten im Wald stehen ganz oben auf der Liste, und all das lässt sich mit den richtigen Informationen und der richtigen Begleitung vermeiden.

    Reisende am Fuß eines riesigen Urwaldbaums mit Brettwurzeln im Amazonas-Regenwald in Brasilien

    PlanetaEXO ist eine Ökotourismus-Plattform für Amazonas-Regenwald-Touren in Brasilien und hat diesen Guide zusammengestellt: jedes reale Risiko im Dschungel und wie es vor Ort gehandhabt wird. Lies weiter!

    Ist der Amazonas gefährlich? Wie das Risiko wirklich aussieht

    Raubtiere, die Menschen jagen, eine Wildnis, die Leute komplett verschluckt: Wer auf Englisch is the Amazon Rainforest dangerous in die Suche tippt, hat genau dieses Bild im Kopf. In dem Sinn, den die meisten meinen, ist der Amazonas nicht gefährlich. Wie gefährlich ist der Amazonas wirklich? Die Antwort fällt deutlich nüchterner aus.

    Warum ist der Amazonas so gefährlich? Er ist es nicht, jedenfalls nicht so, wie Kinobilder es nahelegen. Die realen Risiken sind gewöhnlich, messbar und in einer Reihenfolge sortiert, die fast alle überrascht: Hitze, von Insekten übertragene Krankheiten, Keime im Wasser, kleine Verletzungen weit weg vom nächsten Krankenhaus und derselbe Gelegenheitsdiebstahl, auf den du in jeder Großstadt achtest. Wilde Tiere kommen zuletzt, und zwar mit großem Abstand.

    Eine organisierte Reise ist aus strukturellen Gründen sicher. Du bist auf festen Routen unterwegs, mit festen Zeitplänen und einem Guide, der beruflich für die Gruppe verantwortlich ist. In den Booten liegen Schwimmwesten, in den Lodges steht ein Erste-Hilfe-Set, und jemand weiß immer, wo du bist und wann du zurück sein sollst.

    Ob ein Urlaub am Amazonas gefährlich wird, entscheidet also die Art, wie du reist. Mit Profis, die für deine Sicherheit sorgen und dafür, dass die Reise Spaß macht, ist der Amazonas-Regenwald ein sicheres Reiseziel.

    Lokaler Guide zeigt einer Reisegruppe einen Urwaldriesen bei einer geführten Wanderung im Amazonas-Regenwald
    Photo: Felipe Castellari

    Manaus, das Eingangstor zum Regenwald

    Fast jede Amazonas-Reise in Brasilien startet in Manaus, einer Stadt mit mehr als 2 Millionen Einwohnern und dem Flughafen (MAO), über den die ganze Region erreichbar ist.

    Im Alltag geht es dort um Gelegenheitsdiebstahl, nicht um Gewalt, und dagegen helfen dieselben Gewohnheiten wie in São Paulo, Lissabon oder Mexiko-Stadt.

    Dafür reicht der gesunde Menschenverstand, den du in jeder belebten Stadt einschaltest. Handy nicht offen in der Hand tragen, Uber und 99 nutzen, statt Autos auf der Straße heranzuwinken, nachts nicht allein durch leere Ecken laufen, Bargeld und Karten auf zwei Orte verteilen, eine Passkopie einstecken und das Original im Hotelsafe lassen.

    Buche deine Touren schon vor der Ankunft bei einem verlässlichen Veranstalter, den du geprüft hast, und nicht bei jemandem, der dich am Hafen oder am Flughafen anspricht.

    Teatro Amazonas bei Sonnenuntergang in Manaus, dem Tor zum brasilianischen Amazonasgebiet
    Photo: Rafael Zart

    👉 Mehr dazu: Ist Manaus gefährlich? Ein Guide für Reisende, die in den brasilianischen Amazonas wollen

    Gefährliche Tiere im Amazonas-Regenwald (und warum du ihnen kaum begegnen wirst)

    Die Liste gefährlicher Tiere im Amazonas-Regenwald ist keine Erfindung: Jaguare, Anakondas, Schwarze Kaimane, Lanzenottern, Buschmeister und Zitteraale. Die Liste der Reisenden, die von ihnen verletzt wurden, ist dagegen sehr kurz.

    Der Dschungel ist riesig, seine Fauna weit verstreut, scheu und überwiegend nachtaktiv, und das dichte Blattwerk verdeckt praktisch alles. Vor Ort besteht die Hauptaufgabe eines Guides darin, sie für die Gruppe überhaupt zu finden, statt sie abzuwehren. Im Amazonas gefährliche Tiere zu sehen, ist das Ziel und kein Sicherheitsproblem.

    Das eine Tierrisiko mit echten Zahlen dahinter liegt am Boden. Zwischen 2010 und 2020 registrierte der Bundesstaat Amazonas 16.868 Schlangenbisse, die meisten durch Bothrops (Lanzenottern), danach durch Lachesis (Buschmeister).

    Schlangenbisse sind in der Amazonasregion also ein Thema, betreffen aber überwiegend Landbewohner und indigene Familien, die barfuß im Wald arbeiten. Wer in geschlossenen Stiefeln, auf markierten Pfaden und neben einem Guide unterwegs ist, taucht in dieser Statistik nicht auf.

    Kaiman an der Oberfläche des dunklen Wassers im Amazonas-Regenwald in Brasilien
    Photo: Marcelo Bonifácio

    Die Tiere, die deine Reise wirklich prägen, sind Insekten. Mücken können Krankheiten wie Dengue oder Zika übertragen. Ameisen, Wespen, Bienen und Spinnen sorgen für Stiche, schmerzhafte Reaktionen und gelegentlich einen allergischen Notfall. Genau hier gehört deine Vorbeugung hin:

    • Trag auf freier Haut ein Repellent mit 30 % DEET oder mindestens 20 % Icaridin auf und wiederhol das alle 4 bis 6 Stunden, so wie es die CDC für Tropenreisen empfiehlt.
    • Behandle deine Kleidung mit Permethrin, das hält mehrere Wäschen durch. Auf die Haut kommt Permethrin nie.
    • Auf den Pfaden trägst du lange Ärmel und lange Hosen, besonders im Morgengrauen und in der Abenddämmerung, wenn die stechenden Insekten am aktivsten sind.
    • Nachts bleiben Fenster und Türen zu. Die meisten Amazonas-Dschungel-Lodges haben Fliegengitter, viele hängen zusätzlich Moskitonetze über die Betten.
    • Schüttel deine Stiefel jeden einzelnen Morgen aus und schau hinein, bevor du reinschlüpfst: Skorpione und Spinnen mögen dunkle, warme Ecken.
    • Lass Parfüm und stark duftende Produkte weg, sie ziehen Insekten an. Neonkleidung bleibt zu Hause.

    👉 Mehr dazu: 15 Tiere im Amazonas: die Tierwelt Brasiliens entdecken

    Hitze und Luftfeuchtigkeit: das Risiko, das fast alle unterschätzen

    Im Jahresmittel liegt das Maximum in Manaus bei 32 °C, die relative Luftfeuchtigkeit bei 81 %. Der heißeste Monat ist der September mit einem mittleren Höchstwert von fast 34 °C, laut den Klimanormalen des INMET für 1991–2020.

    Die Temperatur allein ist machbar. Erst die Luftfeuchtigkeit kann den Amazonas-Regenwald gefährlich machen: Bei hoher Feuchte verdunstet Schweiß schlechter, und Schwitzen ist nun mal der wichtigste Kühlmechanismus deines Körpers. Normale Anstrengung zieht dich hier deshalb viel stärker runter als zu Hause. Kühl zu bleiben kostet zusätzliche Kraft.

    Hitzeerschöpfung kommt auf Amazonas-Reisen häufiger vor als jede Tierbegegnung. Warnzeichen sind Kopfschmerzen, Übelkeit, Schwindel, Schwäche, Gereiztheit, starkes Schwitzen und wenig Urin.

    Sag deinem Guide sofort Bescheid, wenn du Symptome bemerkst. Wer sie früh erkennt, kommt mit einer kurzen Pause im Schatten aus. Ignorierst du sie, droht ein Hitzschlag, und der ist mitten im Dschungel ein kritischer medizinischer Notfall.

    Reisende in einem Kanu im Schatten des überfluteten Waldes im brasilianischen Amazonasgebiet
    Photo: Marcelo Bonifácio
    • Trink beim Gehen in der Hitze rund 1 Liter pro Stunde. Warte nicht, bis du Durst hast.
    • Nimm Elektrolytpulver mit, denn Wasser allein ersetzt nicht, was du in mehreren Stunden Schwitzen verlierst.
    • Trag helle, schnell trocknende Langarmshirts statt Trägertop. Bedeckte Haut ist kühler als nackte und schützt gleichzeitig vor Insekten und Sonne.
    • Benutz Sonnencreme mit LSF 30+ und einen Hut mit breiter Krempe (biologisch abbaubare Formeln sind im Fluss die bessere Wahl).
    • Nimm den Zeitplan, wie er ist. Ausflüge starten bei Tagesanbruch und pausieren am frühen Nachmittag, um den Höchsttemperaturen auszuweichen, nicht um den Tag zu strecken.

    👉 Mehr dazu: Wann ist die beste Reisezeit für den Amazonas-Regenwald in Brasilien

    Die Gelbfieberimpfung für Brasilien und die anderen Impfungen, die der Amazonas verlangt

    Für die Einreise verlangt Brasilien von Ausländern keinen Impfnachweis. Gelbfieber in Brasilien ist trotzdem ein Thema, und die Gelbfieberimpfung wird allen dringend empfohlen, die in den Bundesstaat Amazonas und die weitere Amazonasregion reisen.

    Damit sich der Schutz aufbauen kann, brauchst du die Impfung mindestens 10 Tage vor der Ankunft im Risikogebiet. Nach den 2014 aktualisierten WHO-Regeln zum Internationalen Impfausweis gilt: Eine einzige Dosis schützt lebenslang.

    Die städtische Gesundheitsbehörde von Manaus empfiehlt Reisenden außerdem einen aktuellen Masernschutz und weist darauf hin, dass Gelbfieber- und Masernimpfung nicht am selben Tag gegeben werden dürfen. Dazwischen liegen rund 30 Tage Abstand.

    Genau dieses Detail ist der Grund, warum du Impfungen für Brasilien und den Amazonas 6 bis 8 Wochen im Voraus planst, nicht in der Woche vor dem Abflug. Neben diesen beiden prüft eine reisemedizinische Praxis je nach Route noch Hepatitis A und B, Tetanus und Diphtherie, Typhus und Tollwut.

    Essen und Wasser: Was du isst und was du stehen lässt

    In den Dschungel-Lodges und auf Amazonas-Flusskreuzfahrten kannst du ohne Sorge essen und trinken, was auf den Tisch kommt.

    Veranstalter, die internationale Gäste betreuen, filtern ihr Trinkwasser oder liefern es in Flaschen und kaufen bei lizenzierten Lieferanten. In den meisten Lodges steht Trinkwasser zum Nachfüllen bereit, deshalb ist eine wiederverwendbare Flasche den Platz im Gepäck wert.

    Trink nie unbehandeltes Wasser aus einem Fluss, einem Bach oder einem Igarapé, egal wie klar es aussieht. Im Waldwasser stecken Parasiten und Bakterien, über die eine saubere Oberfläche nichts verrät. Die Gesundheitsbehörde von Manaus rät auch in der Stadt zu Wasser aus der Flasche und dazu, mehrmals täglich die Hände mit Seife zu waschen.

    In der Stadt isst du dort, wo viel Durchlauf herrscht und die Lizenz sichtbar hängt. Streetfood gehört dazu und lohnt sich. Nimm den Stand mit der Schlange aus Einheimischen, an dem das Essen vor deinen Augen vom Grill kommt.

    Ganzer gegrillter Fisch auf Bananenblättern mit Farofa, Limette und Tomate im brasilianischen Amazonasgebiet
    Photo: Felipe Castellari

    👉 Mehr dazu: Amazonas-Küche: 7 typische Gerichte, die du im brasilianischen Amazonas probieren solltest

    Verletzungen, Krankheit und was passiert, wenn doch etwas schiefgeht

    Die meisten medizinischen Zwischenfälle im Wald sind klein. Blasen, Insektenstiche, ein aufgeschürftes Schienbein, ein flauer Magen, ein umgeknickter Knöchel auf einer nassen Wurzel.

    Lodges und Guides haben Erste-Hilfe-Sets dabei und regeln das direkt vor Ort. Deine persönlichen Medikamente bringst du trotzdem selbst mit, in der Originalverpackung, dazu Schmerzmittel, Antihistaminika, Mittel gegen Durchfall, Blasenpflaster und Elektrolytpulver. Bis zur nächsten Apotheke liegt eine Bootsfahrt, und die kann Stunden dauern.

    Bei Kleinigkeiten leisten Guides und Lodges Erste Hilfe vor Ort. Bei schweren Fällen greifen feste Protokolle, und der Veranstalter bringt Patienten nach Manaus. Laut der städtischen Gesundheitsbehörde verteilen sich die Notfallambulanzen dort über fünf Zonen, darunter Spezialzentren wie die Fundação de Medicina Tropical für Tierbisse.

    Brasiliens öffentliches Gesundheitssystem behandelt kostenlos, auch ausländische Gäste. So steht es als Prinzip des universellen Zugangs in der Verfassung. Eine öffentliche Notaufnahme ist trotzdem ein Auffangnetz, kein Plan.

    Der Plan heißt „Versicherung“, und das Kleingedruckte zählt mehr als der Preis. Nimm eine Police, die den medizinischen Transport aus abgelegenen Gebieten ausdrücklich abdeckt und die Aktivitäten deiner Reise beim Namen nennt: Trekking, Kajak, Bootsfahrten, Camping und so weiter.

    Standardpolicen schließen genau diese beiden Punkte gern aus: die Rettung aus entlegenen Gebieten und Abenteueraktivitäten. Und aus genau dieser Kombination besteht eine Amazonas-Reise nun mal. Prüf, ob der Rücktransport in die Heimat drin ist, und notier die Policennummer irgendwo, wo du sie auch ohne Handynetz zur Hand hast.

    👉 Mehr dazu: 10 Reisetipps für den Amazonas-Regenwald, mit denen dein Abenteuer besser wird

    Kann man im Amazonas schwimmen?

    Am richtigen Abschnitt, zur richtigen Zeit und mit dem Okay deines Guides: Ja, Schwimmen im Amazonas ist sicher. Auf den meisten Reisen gehört ein Sprung ins Wasser sogar fest zum Programm.

    Das klassische Badegewässer der Region ist der Rio Negro, und zwar genau wegen seines dunklen, sauren, von Gerbstoffen gefärbten Wassers: Darin leben deutlich weniger Mücken und Parasiten als im sedimentreichen Weißwasser des Solimões. Manche Abschnitte sind hervorragend, andere weniger, und vom Ufer aus siehst du den Unterschied nicht.

    Baden kann man im Amazonas fast überall dort, wo der Guide es freigibt. Unsicher wird ein Abschnitt fast nie durch einen Fisch, sondern durch Strömung, Tiefe, versunkene Äste und Schlammlöcher, die du im dunklen Wasser nicht erkennst.

    Die brasilianische Feuerwehr wird beim Baden im Fluss deutlich: Wo die Strömung stark ist, gehst du nicht tiefer als bis zum Knie. Erwischt dich eine Strömung, schwimm schräg Richtung Ufer, statt frontal dagegen anzukämpfen.

    Auch gefährliche Tiere im Amazonas-Fluss verdienen Aufmerksamkeit, nur fällt die Gefahr deutlich geringer aus als gedacht. Piranhas haben einen schlechten Ruf, greifen Menschen aber selten an. Etwas ruppiger werden sie nur beim Schutz ihrer Eier. Bei Zitteraalen ist weniger der Stromschlag das Problem als die Tatsache, dass sie ihr Gegenüber bewegungsunfähig machen. Kaimane tauchen erst nachts auf.

    Reisende schwimmen mit Schwimmhilfen neben dem Boot im Amazonas in Brasilien
    Photo: Felipe Castellari

    Diese Regeln sorgen dafür, dass Baden im Fluss unspektakulär bleibt:

    • Halt dich immer an die Ansage deines Guides, wo und wann geschwommen wird, und geh nie allein ins Wasser.
    • Nachts und in der Dämmerung gehst du nicht ins Wasser, denn dann kommen Kaimane nah ans Ufer.
    • Geh nicht mit offenen Wunden ins Wasser und nicht nach Alkohol.
    • Im Boot trägst du die Schwimmweste. Von der brasilianischen Marine zertifizierte Westen sind bei lizenzierten Anbietern Standard, und bei den meisten Unfällen trug die betroffene Person keine.
    • Behalt Kinder im Wasser permanent im Blick, auch im ruhig wirkenden Flachwasser.

    👉 Mehr dazu: Wie kommst du in den Amazonas-Regenwald in Brasilien?

    Besuch in lokalen Gemeinden: Respekt ist die Sicherheitsregel

    Gemeinden der Ribeirinhos am Flussufer und indigene Dörfer stehen auf vielen Amazonas-Routen, und einige davon empfangen Gäste in ihren Häusern, für einen Austausch, der wirklich etwas bringt: Essen, Handwerk und das Alltagswissen über einen Ort, an dem sie seit Generationen leben.

    Gemeindebasierter Tourismus ist für die Amazonasregion enorm wichtig. Er stützt lokale Familien finanziell wie sozial und trägt gleichzeitig zahlreiche Naturschutzprojekte mit.

    Isoliert lebende Völker sind ein ganz anderes Kapitel, und der Tourismus hält bewusst Abstand von ihnen. Die brasilianische Indigenenbehörde FUNAI führt 115 dokumentierte Einträge zu isolierten indigenen Gruppen, davon 29 offiziell bestätigt, alle im Amazonasgebiet. Das ist die größte isoliert lebende Bevölkerung der Welt.

    Brasilien setzt eine strikte Nichtkontakt-Politik durch, deshalb führen Guides und Veranstalter ihre Routen immer weit an diesen Schutzgebieten vorbei. Diese Grenze ist nicht nur juristisch, sie ist tödlich: Isoliert lebende Gruppen haben keine Immunität gegen Krankheiten, die ein Besucher kaum bemerken würde.

    Kinder beim Tauziehen in einer Flussgemeinde im Amazonas-Regenwald in Brasilien
    Photo: Isadora Sá

    In Gemeinden, die Besuch empfangen, ist die lokale Etikette gleichzeitig die wichtigste Sicherheitsregel:

    • Frag immer um Erlaubnis, bevor du fotografierst, bei Kindern erst recht.
    • Verteile Süßigkeiten, Geld oder Geschenke nicht auf eigene Faust. Dein Guide sagt dir, was passend ist, damit nach deiner Abreise nichts schiefläuft.
    • Respektier die Grenzen deiner Gastgeber und schau dir bei den Familien vor Ort ab, wo man geht und wo man sitzt.
    • Wenn du dir bei irgendetwas unsicher bist, frag zuerst deinen Guide. Diese eine Gewohnheit verhindert die meisten peinlichen Momente und jede Kränkung.

    👉 Mehr dazu: Tourismus, der den Amazonas am Leben erhält

    Kenn deine Grenzen und sei ehrlich

    Wie viel Kondition eine Amazonas-Expedition verlangt, ist sehr unterschiedlich. Durch überflutete Wälder zu paddeln, ist etwas anderes als ein ganztägiges Dschungel-Trekking oder eine Nacht in der Hängematte auf einem abgelegenen Posten. Dauerhitze und Luftfeuchtigkeit legen noch etwas drauf: Bei 32 °C wird auch leichte Bewegung anstrengend.

    Wenn dir etwas nicht geheuer ist, sag es, bevor es losgeht. Guides planen ganz routinemäßig Alternativen, und eine Gruppe, die weiß, dass ein Mitglied die lange Wanderung auslässt, bleibt zusammen und im Zeitplan.

    Die Grenzen von Körper und Kopf zu respektieren, ist eine der wirksamsten Methoden, um unangenehme Situationen komplett zu vermeiden. Die riskanteste Person auf jeder Reise ist die, die nicht schwach wirken will. Wer über sein Limit hinausgeht, macht aus einem machbaren Tag eine Evakuierung.

    Reisender mit Wasserflasche auf einem Dschungelpfad im Amazonas-Regenwald in Brasilien
    Photo: Marcelo Bonifácio

    Folge immer deinem Guide

    Sicher durch den Amazonas-Regenwald kommst du mit einer einzigen Gewohnheit: Mach, was dein Guide dir sagt, und sag deinem Guide, wie es dir geht. Ausgebildete Profis lesen diesen Wald auf einem Niveau, das kein Besucher in einer Woche oder einem Monat erreicht.

    Guides wissen, welche Pflanzen brennen, welcher Flussabschnitt sicher ist, was eine Veränderung im Klang des Kronendachs bedeutet und wie man Stunden vom nächsten Krankenhaus entfernt Erste Hilfe leistet. Dieses Wissen schützt dich nur, wenn du es auch nutzt.

    Guide führt Reisende auf einem Waldpfad durch den Amazonas-Regenwald in Brasilien
    Photo: Gui Gomes
    • Bleib bei der Gruppe und auf dem Weg. Geh nie allein in den Wald, auch nicht ein kurzes Stück von der Lodge weg.
    • Frag nach, bevor du ein Tier, eine Pflanze oder eine Frucht anfasst. Vieles ist harmlos, einiges nicht, und auseinanderhalten kannst du das kaum.
    • Gib Medikamente, Allergien, Vorerkrankungen und Phobien schon bei der Buchung an.
    • Halt dich an die Zeiten. Aufbruch im Morgengrauen und Rückkehr in der Dämmerung sind Sicherheitsentscheidungen zu Hitze, Tieren und Licht, keine Planungslaune.
    • Stell Fragen. Guides rechnen damit, und eine Gruppe, die versteht, warum eine Regel existiert, hält sich deutlich zuverlässiger daran.

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  • 8 Fakten über die Mirante do Gavião Amazon Lodge: eine preisgekrönte Amazonas-Lodge in Brasilien

    8 Fakten über die Mirante do Gavião Amazon Lodge: eine preisgekrönte Amazonas-Lodge in Brasilien

    Von preisgekrönter Architektur bis zu rosa Flussdelfinen direkt vor der Tür: hier sind 8 Fakten über die Mirante do Gavião Amazon Lodge, eine der außergewöhnlichsten Unterkünfte in Novo Airão

    Am rechten Ufer des Rio Negro, rund 180 Kilometer nordwestlich von Manaus, liegt eine der ungewöhnlichsten Unterkünfte im brasilianischen Amazonas. Die Mirante do Gavião Amazon Lodge steht in Novo Airão, direkt gegenüber dem Anavilhanas-Archipel, und beherbergt nur 13 Suiten in einem Gebäude, das die Form eines umgedrehten Bootes hat.

    Was macht eine kleine Lodge am Flussufer die Reise flussaufwärts wert? Kurz gesagt: eine seltene Mischung aus preisgekröntem Design, zertifiziertem einheimischem Holz, Gastfreundschaft, die von der lokalen Gemeinschaft getragen wird, und einem Abschnitt des Rio Negro, an dem fast täglich rosa Flussdelfine auftauchen.

    Willst du wissen, was sie wirklich von einer gewöhnlichen Dschungel-Lodge unterscheidet? PlanetaEXO, eine auf Touren durch den Amazonas-Regenwald in Brasilien spezialisierte Ökotourismus-Plattform, hat diese 8 Fakten über Mirante do Gavião zusammengestellt. Schau dir das unten an!

    1 – Was „Mirante do Gavião“ bedeutet (und der Adler hinter dem Namen)

    Auf Portugiesisch bedeutet „mirante“ „Aussichtspunkt“ und „gavião“ „Habicht“, der Name lässt sich also ungefähr als „Aussichtspunkt des Habichts“ lesen.

    Das passt perfekt: Von den erhöhten Decks und Terrassen der Lodge hast du einen Blick aus der Vogelperspektive über das Blätterdach des Waldes und den Rio Negro, denselben erhabenen Blick von oben, den ein Habicht hat.

    Der Name ist nicht nur poetisch. Die Harpyie, in Brasilien als gavião-real bekannt, gehört zu den größten und kräftigsten Greifvögeln der Erde und lebt in diesem Teil des Amazonasgebiets. Ein Exemplar zu entdecken ist selten und nie garantiert, doch die Wälder rund um Novo Airão sind echtes Harpyien-Revier.

    @kaigner

    2 – Vor der Haustür liegt Anavilhanas, das zweitgrößte Flussarchipel der Welt

    Die Mirante do Gavião Amazon Lodge blickt direkt auf den Anavilhanas-Nationalpark, eines der Naturwunder des Amazonasgebiets. Das Anavilhanas-Archipel ist das zweitgrößte Flussarchipel der Erde und besteht aus mehr als 400 Inseln, die über den Rio Negro verstreut sind.

    Während der Hochwassersaison verwandelt sich ein Großteil des Archipels in igapós, überflutete Wälder, durch die du mit dem Kanu direkt hindurchpaddeln kannst. Auch deshalb gilt das Wasser rund um Novo Airão als eines der schönsten im gesamten Amazonasbecken.

    👉 Mehr dazu: Der Amazonas in Brasilien: ein Guide zum größten Fluss der Welt

    3 – Eine bootsförmige Lodge mit preisgekrönter Architektur

    Das Erste, was dir an der Mirante do Gavião Amazon Lodge auffällt, ist ihre Silhouette. Die Hauptgebäude sind dem umgedrehten Rumpf eines Holzbootes nachempfunden, eine Anspielung darauf, dass Familien in Novo Airão seit Generationen Flussboote von Hand bauen.

    Der Entwurf greift direkt auf amazonische Schiffbautechniken zurück, mit geschwungenen Holzrahmen und erhöhten Aussichtspunkten, die manche mit den ausgebreiteten Flügeln eines Habichts vergleichen. Statt den Wald zu roden und ihm ein Gebäude aufzuzwingen, wurde die Architektur so gestaltet, dass sie sich in die Landschaft einfügt und die Flusskultur ringsum aufgreift.

    Ihre Einzigartigkeit bleibt nicht bloß ein Versprechen: Die Amazonas-Lodge umfasst rund 1.678 m² und wurde vom Studio Atelier O’Reilly entworfen. Dieses herausragende Projekt wurde von ArchDaily vorgestellt, einer der weltweit führenden Architekturpublikationen.

    Im Eröffnungsjahr gewann der Entwurf den ersten Preis der brasilianischen Vereinigung der Unternehmensarchitekten in der Kategorie Gewerbebau. Diese Auszeichnung erklärt zu einem großen Teil, wie aus einer früheren Anlegestelle für Flussboote in einer kleinen Amazonasstadt ein eigenständiges Reiseziel wurde.

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    4 – Komplett aus zertifiziertem Aufforstungsholz gebaut

    Jede Holzkonstruktion der Lodge besteht aus zertifiziertem Hartholz aus Aufforstung, vor allem itaúba, einem dichten amazonischen Holz, das dem feuchten Klima gut standhält.

    Die Gebäude stehen auf Stelzen, nach derselben Logik, die Flussgemeinden seit Jahrhunderten nutzen, um mit einem Fluss zu leben, der jedes Jahr um mehrere Meter steigt und fällt.

    Sich für zertifiziertes Holz aus Aufforstung zu entscheiden, hat in einer Region, die durch illegalen Holzeinschlag ständig bedroht ist, enorme Bedeutung. Mit diesem Ansatz sorgt Mirante do Gavião dafür, dass die Architektur die ökologische Mission aktiv unterstützt, statt sie zu untergraben.

    5 – Nur 13 Suiten, ganz bewusst

    Die Mirante do Gavião Amazon Lodge ist bewusst klein gehalten. Sie hat nur 13 Suiten, verteilt auf drei Kategorien: Treehouse, Luxury und Premium.

    Die Premium-Suiten sind die geräumigsten, einige mit Hydromassage-Wannen (ofurôs) auf privaten Balkonen, die sich direkt zum Wald hin öffnen.

    Die Lodge auf 13 Zimmer zu beschränken, ist eine Entscheidung, keine Einschränkung. Weniger Gäste bedeuten ruhigere Decks, persönlicheren Service und einen leichteren Fußabdruck im umliegenden Wald, genau das, was die meisten Reisenden suchen, wenn sie so weit den Rio Negro hinaufgekommen sind.

    6 – Amazonische Küche im Restaurant Camu-Camu

    Das Restaurant von Mirante do Gavião heißt Camu-Camu, benannt nach einer kleinen amazonischen Frucht mit einem der höchsten natürlichen Vitamin-C-Gehalte aller Lebensmittel der Erde.

    Die Küche serviert zeitgenössische amazonische Küche à la carte, rund um regionale Zutaten wie tucupi, tambaqui-Fisch, jambu und cupuaçu.

    Die Karte verantwortet Küchenchefin Débora Shornik, die rund acht Jahre an der Seite der argentinischen Köchin Paola Carosella arbeitete, bevor sie ihre Küche in den Regenwald brachte. Das Ergebnis behandelt regionale amazonische Zutaten als Fine Dining und nicht als Nebensache.

    7 – Tierwelt von den Aussichtsdecks aus (samt rosa Flussdelfinen)

    Die Lodge macht ihrem Namen alle Ehre: Überall stehen erhöhte Aussichtspunkte und Beobachtungsdecks. Von dort aus entdeckst du regelmäßig Vögel, Faultiere und Leguane, ohne das Gelände zu verlassen, denn die Gebäude grenzen direkt an unberührten Wald, in dem Paranussbäume und Tucumã-Palmen wachsen.

    Die Hauptattraktion aber liegt auf dem Wasser. Der Abschnitt des Rio Negro rund um Novo Airão zählt zu den besten Orten Brasiliens, um den Rosa Flussdelfin (auch boto-cor-de-rosa genannt) zu beobachten, eine ikonische Art des Amazonas.

    Bei PlanetaEXO setzen wir auf natürliche Begegnungen statt auf inszenierte. Ein rosa Flussdelfin, der von sich aus neben deinem Kanu auftaucht, schlägt jede erzwungene Interaktion. In einem wilden Ökosystem sind Sichtungen nie garantiert, doch sie passieren häufiger, als du denkst.

    👉 Mehr dazu: 15 Tiere des Amazonas: die Tierwelt Brasiliens entdecken

    8 – Mehr als eine Lodge: ein Partner der Gemeinde in Novo Airão

    Die Mirante do Gavião Amazon Lodge ist eng mit dem Ort verbunden, zu dem sie gehört. Sie wurde großteils von der örtlichen Gemeinde gebaut, mit rund 60 Anwohnern, die über etwa zwei Jahre Bauzeit ausgebildet und beschäftigt wurden und traditionelle Bootsbau-Tischlerei auf Aufforstungsholz anwendeten.

    Ihr Engagement für Nachhaltigkeit zieht sich durch den gesamten Betrieb, von Solarstrom für Elektrizität und Warmwasser bis zu einem Bio-Garten, Kompostierung, Abwasseraufbereitung und Regenwassernutzung.

    Die Verbindungen der Lodge zur Gemeinde reichen weit über die eigenen Mauern hinaus. Mirante do Gavião ist Förderer der Fundação Almerinda Malaquias (FAM), einer gemeinnützigen Organisation aus Novo Airão, die Einheimische in Handwerk und Seifenherstellung ausbildet, Umweltbildung für junge Menschen anbietet und verantwortungsvollen Ökotourismus fördert. Allein 2024 half FAM 190 Menschen bei der Einschulung und 45 Familien dabei, in zehn Flussgemeinden ein Einkommen zu erwirtschaften.

    Diese Mischung aus Komfort, Design und echter Verwurzelung in der Gemeinde macht die Lodge zur naheliegenden Wahl für Ökotourismus-Reisende.

    👉 Mehr dazu: 8 Naturschutzprojekte im Amazonas, die du 2025 unterstützen kannst

    Erlebe die Mirante do Gavião Amazon Lodge mit PlanetaEXO

    Jetzt, wo du weißt, was diese preisgekrönte Lodge in Novo Airão so besonders macht, folgt der nächste Schritt: sie mit eigenen Augen zu sehen, von den Decks über dem Rio Negro bis zu den überfluteten Wäldern des Anavilhanas-Nationalparks.

    Als Ökotourismus-Plattform verbindet PlanetaEXO eine lange Partnerschaft mit Mirante do Gavião. Vom Moment der Buchung bis zur Anpassung deiner Route hilft dir unser Team, deine Reise zu organisieren, damit dein Erlebnis so reibungslos und erfüllend wie möglich wird. Kontaktiere uns jetzt!

  • Amazonas-Küche: 7 typische Gerichte aus Brasilien

    Amazonas-Küche: 7 typische Gerichte aus Brasilien

    Flussfische, Maniok in einem Dutzend Formen und Früchte, die es sonst nirgends gibt: das sind einige der Schätze der Amazonas-Küche, die im größten Regenwald der Erde auf dich warten.

    Die Amazonas-Küche beginnt mit drei Zutaten und tausenden Jahren Übung. Die erste ist der Fisch, denn das Amazonasbecken beherbergt mehr Arten als jedes andere Flusssystem der Erde. Die zweite ist Maniok, eine Wurzel, die im Südwesten der Region vor rund 10.000 Jahren domestiziert wurde. Die dritte sind die Früchte: Açaí, Cupuaçu, Tucumã und Dutzende mehr, die wild im Wald wachsen.

    Über allem liegt der tiefste Einfluss von allen: die Küchen der Indigenen und der Ribeirinhos (Flussbewohner), die die meisten dieser Gerichte erfanden, lange bevor sie jemand aufschrieb.

    Essen ist hier also weit mehr als nur Abendessen. Allein Maniok trägt die regionale Wirtschaft: der Norden baut 36 % der brasilianischen Ernte an, und der Bundesstaat Pará erntet fast 4 Millionen Tonnen pro Jahr. Açaí ist ein Milliardengeschäft: Pará liefert über 93 % der nationalen Produktion und ist der weltweit größte Exporteur der Frucht.

    Gerichte wie Tacacá und Pato no Tucupi prägen Feste, religiöse Prozessionen und den Alltag, von Belém bis Manaus. Genau deshalb gilt die Amazonas-Küche als Kulturerbe und nicht bloß als Speisekarte.

    Willst du wissen, was wirklich auf den Tisch kommt? PlanetaEXO, eine auf Amazonas-Regenwald-Touren spezialisierte Ökotourismus-Plattform, hat diesen Guide mit 7 typischen Gerichten zusammengestellt: was sie sind, woher sie kommen und wie du sie wie die Einheimischen isst. Schau es dir unten an!

    1. Tambaqui

    Der Tambaqui (Colossoma macropomum) ist einer der größten Schuppenfische im Becken des Amazonas und wird bis zu 108 cm groß und 40 kg schwer.

    Er ist außerdem ein Fruchtfresser: Wenn die Flüsse steigen, schwimmt er in den überfluteten Wald und frisst Früchte und Samen. Mit einem kräftigen Gebiss knackt er harte Nüsse und verteilt die Samen über weite Strecken, ein einziger Fisch trägt bis zu 1 kg Samen im Bauch. Genau diese Fruchtdiät macht sein Fleisch so begehrt: fest, fettig und mild.

    Es ist der Fisch, den die Region am häufigsten kocht. Der Tambaqui ist der meistgezüchtete einheimische Fisch Brasiliens und liegt insgesamt nur hinter dem importierten Tilapia. Auf dem Tisch erscheint er vor allem auf zwei Arten.

    Die Costela de Tambaqui sind die Rippen, gesalzen und über Kohle gegrillt, bis das Fett knusprig wird, gegessen mit Farinha (Maniokmehl) und Limette. Die Caldeirada de Tambaqui ist ein Eintopf: Der Fisch köchelt etwa 20 Minuten mit Tomate, Zwiebel, Pimenta-de-cheiro (kleiner Aromapfeffer) und Koriander, serviert mit weißem Reis und Maniokmehl.

    Wo du ihn probierst: Gegrillter Tambaqui steht auf fast jeder Karte in Manaus und Santarém und ist ein fester Mittagstisch auf einer 7-tägigen Amazonas-Flusskreuzfahrt.

    Zwei aufgeklappte gegrillte Tambaqui-Fische auf Metallplatten, dazu Limette, Reis und Farofa
    @tambaquidebanda

    👉 Mehr dazu: Die besten Amazonas-Kreuzfahrten in Brasilien

    2. Açaí

    Im Amazonasgebiet ist Açaí kein Dessert. Die tiefgefrorene, gesüßte Açaí-Bowl mit Granola und Banane, die weltweit bekannt wurde (und die zuckrige Version aus dem Rest Brasiliens), würde Menschen, die im Amazonas und in Pará geboren und aufgewachsen sind, ratlos machen.

    Echtes Açaí aus dem Amazonasgebiet ist dick, tiefviolett, ungesüßt und herzhaft. Meist gießt man es über einen Teller und isst es mit Farinha, gebratenem Fisch oder getrockneten Garnelen als Hauptmahlzeit. Die Açaí-Beeren kommen von der Palme Euterpe oleracea und ernähren indigene und Ribeirinho-Gemeinschaften seit Jahrhunderten.

    Es ist auch einer der wirtschaftlichen Motoren des Amazonasgebiets. Laut dem brasilianischen Statistikinstitut IBGE produziert Pará im Schnitt fast 1,7 Millionen Tonnen pro Jahr und exportierte 2023 8.200 Tonnen, angeführt von der Stadt Igarapé-Miri (25 % der Exporte). Für Millionen Familien ist die tägliche Schale Açaí zugleich Abendessen und Einkommen.

    Wo du es probierst: Bestell es puro (pur, ungesüßt) mit Farinha auf jedem Markt in Belém oder Manaus.

    Schalen mit dickem, ungesüßtem Açaí und Maniokmehl, dazu Körbe mit frittiertem Fisch in Pará
    @paraiaca

    3. Tucumã

    Tucumã ist die Frucht der Palme Astrocaryum tucumã, verbreitet im zentralen Amazonasgebiet. Der Name stammt aus dem alten Tupi tukũ, „Frucht der stacheligen Pflanze“, nach den schwarzen Dornen an Stamm und Blättern.

    Der essbare Teil ist ein leuchtend oranges, faseriges Fruchtfleisch (fest, ölig, reich an Vitamin A und C sowie Omega 3, 6 und 9) mit einem Geschmack zwischen Kürbis und gerösteter Nuss.

    Im Bundesstaat Amazonas gilt Tucumã als Kulturerbe und Zeichen lokaler Identität. Seine bekannteste Form ist das X-caboquinho: ein Baguettebrötchen mit Tucumã, gebratener Kochbanane und Queijo coalho (fester Bratkäse), meist mit Milchkaffee. Dieses Frühstück ist so eng mit der Stadt verbunden, dass es als immaterielles Kulturerbe von Manaus gilt.

    Die Einheimischen machen aus Tucumã außerdem Pastete, Farofa (geröstetes Maniokmehl) und Arroz de Tucumã (Reis, mit dem Fruchtfleisch gekocht).

    Wo du es probierst: Jede Bäckerei und jeder Straßenstand in Manaus verkauft das X-caboquinho ab dem Morgengrauen.

    Sandwich im X-caboquinho-Stil: Weißbrötchen mit orangefarbenem Amazonas-Fruchtfleisch und geschmolzenem Queijo Coalho
    @yasaibrasil

    4. Tapioka

    Tapioka siehst du an Straßenecken von São Paulo bis zu den Stränden des Nordostens, sie gehört überall zum brasilianischen Essen. Sie besteht aus Maniokstärke, der Goma, die sich absetzt, wenn geriebener Maniok eingeweicht und gepresst wird.

    Tapioka wird im ganzen Land gegessen, ihr Ursprung liegt aber im Amazonasgebiet. Sogar der Name ist indigen: tipi'óka ist das Tupi-Wort für den „Klumpen“, der sich bildet. Die Tupí-Guaraní gewannen sie und entgifteten den giftigen bitteren Maniok sicher, Jahrtausende bevor ein Chemiker erklären konnte, wie das geht.

    Maniok ist bis heute das Rückgrat von Ernährung und Wirtschaft der Region: Pará ist der größte Produzent Brasiliens und baut fast 4 Millionen Tonnen an (etwa 17,9 % der nationalen Ernte).

    Tapioka selbst ist endlos vielseitig, süß mit Kokos und Kondensmilch oder herzhaft mit Käse und Fleisch. Am Amazonischsten isst man sie aber ganz schlicht: eine heiße Tapioka, gefaltet um Queijo coalho und Tucumã, die zwei Aromen der Region in einem Bissen.

    Wo du sie probierst: überall in Brasilien, von Nord bis Süd, doch die echte amazonische Version findest du im Amazonas und in Pará.

    Zusammengeklappte Tapioka-Crêpe mit geschmolzenem Käse, Zupffleisch, Tomate, Zwiebel und Pimenta-de-cheiro
    @iloveacainer

    👉 Mehr dazu: Beste Reisezeit für den Amazonas-Regenwald in Brasilien

    5. Cupuaçu

    Cupuaçu (Theobroma grandiflorum) ist ein enger Verwandter des Kakaos und stammt aus dem östlichen Amazonasgebiet. Die Frucht ist groß, mit harter brauner Schale und einem weißen, saftigen, intensiv duftenden Fruchtfleisch, das nach einer Mischung aus Schokolade und Ananas riecht.

    Indigene Völker aßen das frische Fruchtfleisch und rösteten die Kerne zu einer bitteren Schokolade, lange bevor die Frucht einen wissenschaftlichen Namen hatte. Heute wird aus diesen gerösteten Kernen Cupulate, die amazonische Antwort auf Schokolade.

    Als fester Teil der alltäglichen Amazonas-Küche ist Cupuaçu die vielseitigste Dessertzutat der Region. Reich an Ballaststoffen und Enzymen, kommt das Fruchtfleisch in Säfte, Mousses, Eis, Puddings, Süßigkeiten, Kompotte und Liköre.

    Der größte Teil des brasilianischen Cupuaçu stammt aus Pará, Amazonas und Amapá, wo er auch nachhaltige Agroforstsysteme speist.

    Wo du es probierst: Bestell überall im Norden Brasiliens einen Cupuaçu-Saft oder ein Cupuaçu-Eis.

    6. Pato no Tucupi

    Das Pato no Tucupi (Ente im Tucupi) ist das bekannteste Gericht Parás. Es vereint Ente, Tucupi (die leuchtend gelbe Brühe, aus bitterem Maniok gepresst und langsam gekocht, bis das natürliche Zyanid verschwunden ist) und Jambu (ein amazonisches Blatt, das Lippen und Zunge leicht kribbeln und taub werden lässt). Knoblauch, Pimenta-de-cheiro und Chicorée runden es ab, serviert mit lockerem weißem Reis und Farinha.

    Sein Ursprung ist die Geschichte der Amazonas-Küche im Kleinen: Tucupi und Jambu sind indigen und Ribeirinho, an den Flüssen Jahrhunderte vor dem Kontakt gemeistert, während die Ente mit den europäischen Kolonisatoren kam. Eine Fusion, in einem einzigen Topf gekocht.

    Heute ist es das traditionelle Gericht des Círio de Nazaré, der Marienprozession in Belém, die jeden Oktober rund zwei Millionen Menschen anzieht. Die Familien versammeln sich dann als Teil des Fests rund um das Pato no Tucupi.

    Wo du es probierst: In Belém, der Hauptstadt Parás, gibt es mehrere Adressen für Pato no Tucupi, etwa die Restaurants Ver-O-Açaí und Amazônia na Cuia.

    Pato no tucupi: goldbraune Entenkeule in gelber Tucupi-Brühe mit Jambu-Blättern, dazu Reis
    @combu_da_amazonia

    7. Tacacá

    Das Tacacá ist die Amazonas-Küche in ihrer feierlichsten und zugleich alltäglichsten Form. Es wird kochend heiß in einer Cuia (einer Kürbisschale) serviert und direkt daraus getrunken: eine Basis aus Tapioka-Goma, überflutet mit Tucupi und dann beladen mit Jambu und getrockneten Garnelen.

    Das Ergebnis betäubt und wärmt den Mund zugleich. Es stammt vom Mani poi ab, einer indigenen Suppe, die europäische Reisende schon im 16. Jahrhundert beschrieben. Verkauft wird es heute auf der Straße von den Tacacazeiras, Frauen, die es seit Generationen auf dieselbe Weise zubereiten.

    Seit über 20 Jahren füllt das Tacacá na Bossa-Festival den Largo de São Sebastião, den Platz vor dem Teatro Amazonas in Manaus, mit kostenlosen regionalen Musikdarbietungen und dampfenden Schüsseln Tacacá.

    Unterdessen vereint das Tacacá-Fest in der Gemeinde São Braz in Santarém, Pará, regionale Musik, kulturelle Attraktionen, religiöse Rituale und traditionelles amazonisches Essen.

    Wo du es probierst: Sie können Tacacá an verschiedenen Orten in Belém genießen, wobei Straßenstände die traditionellste Option sind (Barraca da Fafá, Tacacá da Dona Maria und Tacacá da Flávia). In Manaus lohnt es sich, Tacacá da Tia Socorro, Tacacá da Gisela und Netos Tacacá auszuprobieren.

    Eine Cuia Tacacá mit Jambu und getrockneten Garnelen, daneben Schälchen mit Garnelen, Jambu und ein Glas Tucupi
    @tacacadatiasocorro

    👉 Mehr dazu: Die besten Dschungel-Lodges am Amazonas in Brasilien

    Genieße die Amazonas-Küche auf einer Reise mit PlanetaEXO!

    Jetzt, wo du diese köstlichen Gerichte kennst: Am besten verstehst du die Amazonas-Küche, wenn du sie dort isst, wo sie entsteht, ob an einem Marktstand in Belém, auf einem Festival in Manaus oder auf einem Boot, das über das Wasser des Rio Negro gleitet.

    PlanetaEXO ist eine auf Amazonas-Regenwald-Touren spezialisierte Ökotourismus-Plattform. Gemeinsam mit den besten lokalen Anbietern, Guides und Köchen der Region kümmert sich unser Team um alles, von der sorgenfreien Reiseplanung bis zu maßgeschneiderten Erlebnissen. Plane jetzt deine Amazonas-Reise. Kontaktiere uns!

  • Reisende in einem Holzkanu blickt zum Blätterdach des überfluteten Regenwaldes bei einem Amazonas-Abenteuer

    Amazonas Urlaub: 7 Aktivitäten, die deine Tage im Dschungel füllen

    Wandern, Kanufahren durch den überfluteten Wald, Piranha angeln, Nachtbeobachtung, Gemeinschaftsbesuche und mehr. Und wie deine Wahl zwischen Lodge, Kreuzfahrt oder Camp entscheidet, was du davon bekommst

    Der Amazonas lebt vom Wasser. Seit 1902 liest man den Pegel im Hafen von Manaus jeden Tag von Hand ab. Er erzählt eine einfache Geschichte. Der Rio Negro steigt zwischen Mai und Juli auf seinen Höchststand, meist im Juni. Danach fällt er bis Ende Oktober auf seinen Tiefstand. Für die Menschen im Bundesstaat Amazonas ist das entscheidend, denn der Wasserstand bestimmt vieles in der Region, auch den Tourismus.

    Deshalb lohnt es sich, den Pegel zu verstehen, bevor du deinen Amazonas Urlaub buchst. Bei Hochwasser paddelst du mit dem Kanu durch den Wald, zwischen den Ästen. Du gleitest über Boden, den du im Oktober zu Fuß betreten hättest. Bei Niedrigwasser tauchen weiße Sandstrände dort auf, wo eben noch dein Kanu lag. Gleicher Ort, gleicher Reisename, ganz andere Tage.

    PlanetaEXO ist eine Ökotourismus-Plattform für Amazonas-Touren in Brasilien. Wir haben diesen Guide zu den 7 wichtigsten Aktivitäten zusammengestellt. Sie füllen fast jede Route im Wald. Wir zeigen dir auch, wie Lodges, Kreuzfahrten und Camps jede davon verändern. Schau dir das unten an!

    Lodge, Kreuzfahrt oder Camp: Wo du schläfst, entscheidet deine Tage

    Bungalow einer Amazonas-Dschungel-Lodge auf Stelzen mit Hängematte und beleuchtetem Schlafzimmer im Regenwald
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    Vor jeder Aktivität kommt eine Entscheidung, die alle anderen prägt: deine Basis. Die drei Optionen sind nicht drei Preisklassen desselben Amazonas-Dschungel-Urlaubs. Sie geben dir unterschiedlichen Zugang zum Wald.

    Eine Amazonas-Dschungel-Lodge ist ortsfest. Du bekommst ein Bett, einen Ventilator oder Klimaanlage und ein Restaurant. Dazu einen Radius: Alles, was du unternimmst, passiert ein paar Stunden rund um den Anleger. Für viele Reisende ist dieser Radius ein guter Kompromiss, denn die guten Lodges liegen in einem Gebiet, in dem es sich lohnt, stillzuhalten. Die Anavilhanas Jungle Lodge etwa blickt auf das Anavilhanas-Archipel. Das ist ein Schwarzwasser-Labyrinth aus Inseln, als Nationalpark auf 350.469 Hektar geschützt.

    Eine Flusskreuzfahrt auf dem Amazonas dreht sich dagegen um Reichweite. Das Boot fährt über Nacht. Du wachst jeden Morgen an einem neuen Ort auf und legst keinen Flussabschnitt zweimal zurück. So verbindet ein Schiff vieles in einer einzigen Route: den Jaú-Nationalpark, eines der größten Schutzgebiete im Amazonasgebiet und UNESCO-Weltnaturerbe, dazu indigene Gemeinschaften und Begegnungen mit dem Flussdelfin im Amazonas.

    Ein Camp gibt beides auf. Auf Touren mit Dschungel-Survival-Kursen wie der 4-tägigen Amazonas-Survival-Tour schläfst du in einer Hängematte unter einer Plane. Dazu kommen ein Moskitonetz und ein Guide, der die Nacht über wacht und nach Tieren Ausschau hält.

    1. Wandern im Regenwald

    Wanderin am Fuß eines riesigen Amazonas-Regenwaldbaums blickt zum Blätterdach hinauf
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    Hier die ehrliche Version einer Wanderung im Amazonas-Regenwald: Einen Jaguar wirst du nicht sehen. Du siehst Bäume. Und genau das ist der Punkt, sobald dir jemand beibringt, sie zu lesen.

    Eine Studie von 2013 in Science schätzte für das gesamte Becken rund 16.000 Baumarten unter etwa 390 Milliarden einzelnen Bäumen. Sie fand auch heraus, dass allein 227 dieser Arten (1,4 %) die Hälfte aller Bäume im Amazonas ausmachen. So dichte Vielfalt bleibt für ein ungeschultes Auge unsichtbar.

    Deshalb ist ein Guide an deiner Seite entscheidend. Ein Profi geht denselben Pfad wie du und öffnet dir eine ganz andere Welt. Er zeigt dir, welche Rinde das Fieber senkt und welche Liane trinkbares Wasser hält. Er erkennt die Kratzspur, die ein Nabelschwein am Morgen an einem Stamm hinterlassen hat. Und er weiß, welches Tier zu einem Ruf gehört, den du zwischen den Bäumen hörst.

    Rechne mit Hitze, drückender Schwüle und Schlamm. Das Tempo gleicht eher einem Museumsbesuch als einem Workout (Pfade dauern meist 2 bis 3 Stunden). Der Waldboden ist dunkel und still, weil fast das gesamte Leben oben im Blätterdach spielt.

    2. Mit dem Kanu durch den überfluteten Wald

    Paddler in einem Kanu gleitet durch den überfluteten Igapó-Wald des Rio Negro
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    Wenn der Rio Negro steigt, füllt er nicht nur seine Ufer. Er kriecht in den Wald und bleibt dort monatelang. Das Ergebnis ist igapó, ein von Schwarzwasser überfluteter Wald. Tannine aus verrottenden Blättern färben ihn teefarben. Sein Pendant im Weißwasser ist várzea, überflutet vom sedimentreichen Rio Solimões. Durch beide paddelst du hindurch statt an ihnen vorbei. Und das Blätterdach, das im Oktober 15 Meter über deinem Kopf lag, ist im Juni auf Augenhöhe.

    Ein Motorboot kommt da nicht hin. Die Lücken zwischen den Stämmen sind zu eng. Das Wasser verbirgt untergetauchte Äste, und der Motorlärm würde alles Leben vertreiben. Stattdessen nimmst du ein Paddelkanu. Sein leises Gleiten bringt dich nah an die Bewohner der Gegend: Faultiere, Kaimane, Totenkopfäffchen und viele mehr.

    Das beste Wasser findest du am Rio Negro und seinen Seitenarmen, den igarapés. Dazu in den überfluteten Seen von Anavilhanas und, auf der Seite von Pará, an Arapiuns und Tapajós.

    Ein Punkt für deinen Amazonas Urlaub: Bei Niedrigwasser ist der igapó trockenes Land. Wenn das Paddeln unter dem Blätterdach dein Grund für die Reise ist, komm ungefähr zwischen Mai und August.

    3. Traditionelles Fischen

    Frisch gefangener Piranha an einer einfachen Handleine beim Angeln im Amazonas
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    Lange bevor Fischen eine Aktivität war, war es das Mittagessen. In weiten Teilen des Amazonasgebiets ist es das bis heute. Das Becken beherbergt über 2.400 beschriebene Fischarten. Allein der Rio Negro zählt 1.165 davon, von denen 156 nirgends sonst auf der Erde vorkommen. Das ist das fischreichste Flusssystem des Planeten. Die Menschen an seinen Ufern essen seit Jahrtausenden daraus.

    Piranha angeln ist die Variante, die fast jede Route enthält. Sie ist mit Absicht simpel. Stöcke, Stücke Angelschnur, Haken und Fleischreste sind die ganze Ausrüstung. Dazu klatschst du viel aufs Wasser, um etwas in Not zu imitieren.

    Bevor du Angst bekommst: Piranhas sind nicht das Tier aus den Filmen. Von den rund 30 Arten in Südamerika sind die meisten Allesfresser und Aasfresser. Im Amazonas schwimmen jeden Tag Menschen in Piranha-Gewässern. Vorsicht ist natürlich angebracht. Aber halt dich an die Anweisungen deines Guides, dann passiert dir nichts.

    Weitere Fische, die dir begegnen können:

    Tucunaré (Kammbarsch), der größte Buntbarsch Amerikas, bis zu 99 cm und 12,2 kg.

    Aruanã, wird 90 cm lang und springt aus dem Wasser, um Insekten von tief hängenden Ästen zu schnappen.

    Tambaqui, bis zu 108 cm und 40 kg, frisst Früchte und Samen, die in den überfluteten Wald fallen.

    Pirarucu (Arapaima gigas), einer der größten Süßwasserfische der Welt mit bis zu 4,5 Metern und 200 kg. Er atmet Luft und muss alle paar Minuten auftauchen.

    Traditionelles Fischen im Amazonas schadet dem Ökosystem nicht so wie die industrielle Fischerei. Viele lokale Gemeinschaften bewirtschaften ihre eigenen Seen. Sie zählen Fische, setzen Quoten und überwachen, welche fremden Boote hereinkommen. So bleibt die Praxis respektvoll und nachhaltig. Und sie trägt zum Einkommen dieser Familien bei.

    Auf Reiserouten durch den Amazonas fischst du mit deinem Guide und Handleinen. Du behältst nur, was gegessen wird, den Rest setzt du zurück ins Wasser.

    4. Nachtbeobachtung

    Guide leuchtet mit einer Taschenlampe über den Wald bei einer nächtlichen Tierbeobachtung im Amazonas
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    Nach dem Abendessen steigst du wieder ins Boot. Jemand stellt den Motor ab. Ein anderer streicht mit einer Taschenlampe am Ufer entlang. Und die Böschung leuchtet auf: Paare orangeroter Glutpunkte treiben auf dem Wasser.

    Dieses Augenleuchten ist kein Trick des Lichts. Kaimane haben ein Tapetum lucidum. Das ist eine Schicht aus Guanin-Kristallen hinter der Netzhaut. Sie wirft einfallendes Licht ein zweites Mal zurück und verdoppelt so die Chance, dass jedes Photon eingefangen wird. Deshalb jagen sie gut in fast völliger Dunkelheit. Deshalb findest du sie nachts leicht und tagsüber kaum.

    Zwei weit auseinanderliegende Augen tief im Wasser bedeuten ein großes Tier. Der Abstand zwischen ihnen wächst mit dem Schädel. So schätzt ein erfahrener Guide die Länge, bevor sich etwas bewegt. Der schwarze Kaiman ist der, auf den du hoffst: das größte Raubtier im Amazonasbecken, das rund 5 Meter erreicht.

    Auch andere Amazonas Tiere zeigen sich nach Einbruch der Dunkelheit. Rechne mit Laubfröschen, Fischfledermäusen, Abgottschlangen, Tagschläfern, Eisvögeln und, mit Glück, einem Nachtaffen. Er ist der einzige nachtaktive Affe Amerikas.

    👉 Weiterlesen: Wie kommst du in den Amazonas-Regenwald in Brasilien?

    5. Survival-Techniken und Camping im Dschungel

    In einem Survival-Camp trägst du alles, was du brauchst, in den Wald. Du schläfst dort, wo du haltmachst. Und tagsüber lernst du, wie die Menschen dort überleben. Der Aufbau ist bewusst spärlich: Hängematte, Moskitonetz, eine Plane gegen den Regen, ein Feuer zum Kochen und ein Guide, der die Nacht über wach bleibt. Die Mahlzeiten sind einfach und zum Teil am selben Tag gefangen.

    Ein Dschungel-Survival-Kurs im Amazonas umfasst meist Feuermachen bei Nässe, Bau eines Unterstands aus dem, was in der Nähe steht, Finden von trinkbarem Wasser in Lianen und Regenfallen, Orientierung ohne Pfad, Bestimmen essbarer und heilender Pflanzen, einfache Fallen und Knoten und Kochen über offenem Feuer.

    Das alles und mehr lernst du von erfahrenen Survival-Guides. Sie kennen den Wald wie ihre Westentasche. Das Ziel ist, die Zeichen des Waldes zu lesen. Also halt dich an ihre Anweisungen und geh nicht mit offenen Fragen nach Hause.

    Nicht jeder mag so eine Erfahrung. Camping im Amazonas-Dschungel richtet sich an Reisende, die echtes Dschungel Survival suchen und in die roheste Form der Natur eintauchen wollen. Willst du Survival-Fähigkeiten entwickeln? Kommst du mit Hitze, Insekten, dem Verzicht auf ein richtiges Bad und der völligen Abgeschiedenheit von der Außenwelt klar? Dann ist das die richtige Wahl für dich!

    6. Besuch von Fluss- und indigenen Gemeinschaften

    Reisende erhält traditionelle indigene Gesichtsbemalung bei einem Gemeindebesuch im Amazonas
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    Ein großer Teil der Menschen im Bundesstaat Amazonas lebt in Manaus oder anderen Städten. Doch den Wald bewohnen nicht nur Tiere.

    Brasiliens Zensus 2022 zählte 1.694.836 indigene Menschen in 391 Völkern, die 295 Sprachen sprechen. Und 867.900 von ihnen, 51,2 %, leben im gesetzlichen Amazonasgebiet. Neben ihnen leben die ribeirinhos, die Flussgemeinschaften. Ihre Häuser stehen auf Stelzen oder schwimmen ganz auf dem Wasser.

    Buchst du deinen Amazonas Urlaub bei respektvollen Anbietern, sind die Besuche im Voraus vereinbart. Die Gemeinschaft zeigt sich, wie sie ist, und das Geld landet vor Ort. Was du erlebst, hängt davon ab, wer dich empfängt.

    In São Marcos nahe Alter do Chão lebt man vom Maniok. Du siehst die Mühle, die das farinha produziert. Das isst man hier zu fast jeder Mahlzeit. In Aldeia Atodi, einem von Frauen geführten indigenen Dorf am Arapiuns, führen dich die Hüterinnen durch den Wald und zeigen dir Heilpflanzen.

    In Coroca und Santo Antônio führt der Tag durch Obstgärten, Mehlhäuser und Waldpfade, mit den Menschen, die dort arbeiten. In der Gemeinschaft Aturiá am Rio Negro ist der Besuch bewusst gemächlich: lokale Bräuche, Familiengeschichten, Früchte der Saison direkt aus dem Garten und sogar ein Fußballspiel mit den Kindern.

    Die tiefste Variante ist die Expedition zum Pico da Neblina. Der Trek führt zu Brasiliens höchstem Gipfel auf 2.995 Metern, mitten ins Gebiet der Yanomami. Yanomami-Anführer begleiten dich bei jedem Schritt.

    Neben der kulturellen Erfahrung tragen geführte Touren zum Erhalt und zur Entwicklung der Gemeinschaften bei. Viele Familien leben zu einem großen Teil vom Ökotourismus. Das nützt den Menschen und dem Wald. Denn sie verdienen ihr Geld, ohne auf Praktiken zurückzugreifen, die der Natur schaden.

    Wenn dich kulturelle Erfahrungen interessieren, denk daran: Frag, bevor du jemanden fotografierst. Kauf das Kunsthandwerk. Und nimm den Guide, den dein Anbieter organisiert hat, statt unangekündigt aufzutauchen.

    👉 Weiterlesen: Ökotourismus im Amazonas-Regenwald: eine Lösung gegen die Abholzung

    7. Flussstrände

    Luftaufnahme eines Amazonas-Flussstrands mit bunten Sonnenschirmen und Tischen auf weißem Sand
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    Wenn das Wasser fällt, gibt der Amazonas etwas zurück, womit kaum ein Besucher rechnet: Strände. Feiner weißer Sand, warmes klares Wasser, kein Salz, keine Gezeiten und kein Weg dorthin außer per Boot.

    Ein Amazonas-Flussstrand ist eine Sandbank, die das halbe Jahr unter Wasser liegt. Der Fluss sinkt von seinem Höchststand im Juni Richtung Niedrigwasser Ende Oktober. Dabei tauchen die Ufer eines nach dem anderen auf. Am Tiefpunkt erstrecken sie sich über Hunderte von Metern. Dann kehren die Fluten zurück und löschen sie wieder aus. Sie sind streng saisonal. Der Strand, an dem du letztes Jahr geschwommen bist, kehrt dieses Jahr vielleicht nicht in gleicher Form wieder.

    Die beste Reisezeit für den Amazonas-Regenwald für Strände ist daher das Spiegelbild der Kanu-Saison: ungefähr September bis Dezember, mit Höhepunkt rund um das Niedrigwasser. Das klarste Wasser findest du an den Schwarz- und Klarwasserflüssen. Am Tapajós bei Alter do Chão, bekannt als die Karibik des Amazonas, und am Rio Negro rund um Anavilhanas.

    An einem Flussstrand machst du fast dasselbe wie an einem klassischen Strand, nur ohne Meer. Schwimmen, auf dem Sand zu Mittag essen (kein Müll liegenlassen!), dich sonnen oder ein Nickerchen am Ufer machen. Perfekt für einen ruhigen Moment in deinem Urlaub am Amazonas.

    Bereit für deinen Amazonas Urlaub? Starte mit PlanetaEXO!

    Jetzt weißt du, was die Tage einer Naturreise im größten Regenwald der Erde wirklich füllt. Bleibt nur eine echte Frage: Welche Basis bringt dir die Version, die du willst? Und welcher Monat bringt das Wasser dorthin, wo du es brauchst? Ob du eine Brasilien Amazonas Tour schon fest im Kopf hast oder deine Amazonas Reise gerade erst planst: Beides beginnt mit dieser Entscheidung.

    PlanetaEXO ist eine Ökotourismus-Plattform für Amazonas-Reisen in Brasilien. Gemeinsam mit den besten lokalen Anbietern und Guides der Region kümmert sich unser Team um alles. Von der sorgenfreien Reiseplanung bis zu maßgeschneiderten Routen für Reisende aus aller Welt. Kontaktier uns jetzt!

  • Amazonas besuchen: dein Reiseführer für den Regenwald in Brasilien

    Amazonas besuchen: dein Reiseführer für den Regenwald in Brasilien

    Alles, was du vor deiner Amazonas-Tour in Brasilien wissen musst: wann die beste Reisezeit ist, wie du hinkommst, welche Aktivitäten dich erwarten und vieles mehr!

    Du liebst die Natur und träumst davon, den Amazonas-Regenwald in Brasilien zu besuchen, um die faszinierende Welt des größten tropischen Regenwaldes der Erde mit eigenen Augen zu erleben? Wenn deine Antwort ein klares „Ja!“ ist, bist du hier genau richtig.

    Es gibt viele Wege, ihn zu entdecken: von geführten Touren mit Wildcamping über luxuriöse Dschungel-Lodges im Amazonas bis hin zu Flusskreuzfahrten.

    Damit du deinen Amazonas-Urlaub gut planen kannst, hat PlanetaEXO, eine auf Amazonas-Touren in Brasilien spezialisierte Ökotourismus-Plattform, diesen sorgfältig zusammengestellten Reiseführer erstellt. Schau ihn dir unten an und finde heraus, wie du den Amazonas besuchen kannst und was du sonst noch über dieses spektakuläre Reiseziel wissen solltest!

    Inhaltsverzeichnis:

    1. Über den Amazonas
    2. Wo liegt der Amazonas-Regenwald?
    3. Kann man den Amazonas besuchen?
    4. Wie kommst du zum Amazonas-Regenwald?
    5. Wann ist die beste Reisezeit für den Amazonas-Regenwald in Brasilien?
    6. Was kannst du im Amazonas-Regenwald unternehmen?
    7. Tiere im Amazonas-Regenwald in Brasilien
    8. Wo übernachtest du im Amazonas-Regenwald?
    9. Wie lange solltest du im Amazonas-Regenwald bleiben?
    10. Reise in den Amazonas in Brasilien: Was kostet das?
    11. Brauchst du eine Impfung für den Amazonas-Regenwald in Brasilien?
    12. Ist es sicher, den Amazonas-Regenwald in Brasilien zu besuchen?
    13. Was solltest du für eine Amazonas-Reise einpacken?
    14. Lohnt sich eine Reise in den Amazonas?
    How to visit the Amazon Rainforest - Cristalino National Reserve
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    Über den Amazonas

    Wäre der Amazonas ein Land, läge er weltweit auf Platz sieben der größten Länder. Er erstreckt sich über 6,7 Millionen km² – doppelt so groß wie Indien!

    Auch bei Fauna und Flora gehen die beeindruckenden Zahlen weiter: Es gibt 30 Millionen Tierarten – längst nicht alle davon sind offiziell katalogisiert -, 2,5 Millionen Insektenarten sowie 2.500 beziehungsweise 30.000 verschiedene Baum- und Pflanzenarten.

    Auch beim Wasser sind die Dimensionen gewaltig: 20 % des Süßwassers der Erde gehören zum Amazonasgebiet. Allein der Amazonas ist 6.400 km lang, entspringt in den Anden und mündet in den Atlantik.

    In diesem Reichtum steckt mehr als die Hälfte der gesamten Artenvielfalt der Welt – das macht den Wert des Amazonas-Regenwaldes unermesslich und unersetzbar.

    Aerial panorama of the Amazon river channels and lush green islands, highlighting the massive watershed and freshwater ecosystem of the basin.
    Photo: Felipe Castellari

    👉 Mehr lesen: 15 Fakten über den Amazonas-Regenwald in Brasilien

    Wo liegt der Amazonas-Regenwald?

    Der Amazonas-Regenwald liegt in Südamerika und erstreckt sich über acht Länder: Brasilien, Bolivien, Kolumbien, Ecuador, Guyana, Peru, Suriname und Venezuela.

    59 % seiner Fläche liegen allein in Brasilien und verteilen sich auf die Bundesstaaten Amazonas, Mato Grosso, Pará, Acre, Amapá, Rondônia, Roraima und Tocantins.

    Kann man den Amazonas besuchen?

    Ja, auf jeden Fall! Wichtig ist nur, dass du dich auf Profis verlässt, die die Region wirklich kennen. Der Wald ist wunderschön, doch die Wildnis kann rau sein. Wenn du dich also fragst, ob es sicher ist, den Amazonas-Regenwald zu besuchen: Die Begleitung durch qualifizierte Guides ist entscheidend und nicht verhandelbar.

    So erlebst du außerdem die Natur in ihrer ganzen Fülle, denn ein Experte weiß, wie man sich im Dschungel bewegt. Die Auswahl an Aktivitäten ist riesig, doch für ein gelungenes Erlebnis solltest du einige Faktoren beachten – etwa die Wetterbedingungen und die richtigen Orte, um Tiere zu beobachten.

    Amazonas-Touren in Brasilien sind sogar ausdrücklich erwünscht, denn sie können viel zum Erhalt des Waldes beitragen. Ökotourismus ist ein starkes Werkzeug, um lokalen Gemeinschaften Arbeit zu geben. Wenn nachhaltige Reiseunternehmen diese Menschen beschäftigen, entsteht ein Anreiz, sich für den Wald einzusetzen, statt ihn zu zerstören.

     Tourists enjoying a peaceful boat ride on an Amazon river at twilight, observing nature with a local guide to ensure a safe experience.
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    Ökotourismus schärft außerdem das Bewusstsein für Umweltthemen wie Abholzung, Verschmutzung und Klimawandel. Wer die Wunder des Amazonas mit eigenen Augen sieht, versteht sofort, warum sein Schutz so wichtig ist – und engagiert sich danach oft in Schutzprojekten, nicht nur im Regenwald, sondern auch im eigenen Land.

    Indigenous woman applying traditional red and black face paint, representing the rich culture of local communities in the Amazon supported by ecotourism.
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    👉 Mehr lesen:

    Wie kommst du zum Amazonas-Regenwald?

    Es gibt mehrere Wege, den Amazonas-Regenwald in Brasilien zu besuchen, doch am bequemsten fliegst du nach Manaus, der Hauptstadt des Bundesstaates Amazonas.

    Aus den USA fliegst du von Miami (MIA) direkt nach Manaus (MAO). Ab Fort Lauderdale (FLL) führen die Verbindungen über Zwischenstopps in Bogotá (BOG), Panama-Stadt (PTY), Belém (BEL) und São Paulo (VCP oder GRU).

    Aus Europa sind je nach Abflugort Zwischenstopps in Rio de Janeiro (GIG), Belo Horizonte (CNF), Recife (REC), Fortaleza (FOR) oder Brasília (BSB) üblich.

    Seaplane docked at a river pier in Manaus, a common transport method to reach remote Amazon jungle lodges and explore nature.
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    Auch der Amazonas in Mato Grosso und Pará eignet sich hervorragend, um die Natur zu erkunden. In diesem Fall fliegst du am besten in die jeweilige Hauptstadt des Bundesstaates.

    👉 Mehr Details: Wie du zum Amazonas-Regenwald in Brasilien kommst

    Wann ist die beste Reisezeit für den Amazonas-Regenwald in Brasilien?

    Zwar gilt der Amazonas als Ganzjahresziel, doch die besten Bedingungen bietet der Zeitraum von Januar bis September, weil du so den Höhepunkt der Trockenzeit vermeidest. Gleichzeitig findest du gute Wanderwege und genug Wasser für Aktivitäten auf dem Fluss.

    Canoe navigating through the flooded forest (igapó) during the wet season in the Amazon, surrounded by water-reflected trees.
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    Die Regenzeit (Dezember bis Mai) ist ideal, wenn du die Flüsse des Amazonas beim Kajakfahren, Kanufahren und Schwimmen genießen und die igapós (überflutete Wälder) erkunden willst. Regengüsse sind häufig, dauern aber nicht lange.

    Die Trockenzeit (Juni bis November) wiederum ist beliebt, weil sie meist Aktivitäten zu Wasser und zu Land erlaubt. Allerdings werden längere Dürreperioden häufiger, vor allem von Oktober bis Dezember. Dann sinken die Wasserstände, und einige Gebiete und Routen sind nur eingeschränkt zugänglich – ab Januar bessert sich die Lage meist wieder.

     Local guide explaining the flora to a group of tourists during a jungle hiking tour in the Amazon Rainforest.
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    👉 Mehr lesen: Wann ist die beste Reisezeit für den Amazonas-Regenwald in Brasilien

    Was kannst du im Amazonas-Regenwald unternehmen?

    Neben der Frage, wie du den Amazonas-Regenwald besuchen kannst, wollen viele, die ihren Urlaub im Amazonas planen, vor allem eines wissen: Was kann man während der Reise eigentlich unternehmen?

    Adventurous tourists equipped with helmets participating in tree climbing and rappelling activities high up in the Amazon canopy.
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    Jede Amazonas-Dschungeltour in Brasilien hat ihren eigenen Ablauf, doch einige Aktivitäten erwarten dich fast immer, zum Beispiel:

    • Dschungelwanderungen
    • Bootsfahrten
    • Kajakfahren
    • Kanufahren
    • Flusskreuzfahrten
    • Bootsfahrt zum Zusammenfluss der Flüsse (Encontro das Águas)
    • Tierbeobachtung
    • Baumklettern
    • Höhlenerkundungen
    • Eintauchen in den Wald in Dschungel-Lodges
    • Besuche bei lokalen Gemeinschaften, darunter indigene Gruppen

    👉 Mehr lesen: Die besten Aktivitäten im Amazonas-Regenwald in Brasilien

    Tiere im Amazonas-Regenwald in Brasilien

    In diesem Ökosystem leben Millionen von Tierarten, doch einige gelten als Symbole des Waldes: die geheimnisvolle Harpyie, bunte Aras (rot und blau), schwarze Klammeraffen, Jaguare, Faultiere, die freundlichen Amazonas-Flussdelfine und gefräßige Piranhas.

    Vor allem die beiden Letztgenannten sind echte Stars des Amazonas. Die Begegnung mit den Flussdelfinen ist ein absoluter Favorit, während das Angeln nach Piranhas den Adrenalinspiegel in die Höhe treibt – natürlich immer unter Aufsicht erfahrener Guides und im Einklang mit nachhaltigen Praktiken.

    Amazon pink river dolphin swimming in the dark waters of the Rio Negro, a unique wildlife interaction and symbol of the Brazilian forest.
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    Gut zu wissen: Trotz der reichen Tierwelt gibt es keine absolute Garantie, diese Tiere auch zu sehen – dafür gibt es mehrere Gründe: Die dichte Vegetation erschwert Sichtungen, manche Arten verstecken sich vor Menschen (vor allem tagsüber), und die lokalen Anbieter halten sich an strenge Regeln, um die Tiere nicht zu stören.

    👉 Mehr lesen: Die besten Wildlife-Touren und -Ziele in Brasilien

    Wo übernachtest du im Amazonas-Regenwald?

    Viele fragen sich, ob es im Amazonas-Hotels gibt. Die Antwort lautet ja – man nennt sie Dschungel-Lodges, weil sie mitten im Wald liegen.

    Best Amazon Jungle Cozy lounge area inside an Amazon jungle lodge with large glass windows offering immersive views of the surrounding dense forest.
    Photo: Felipe Castellari

    Die Lodges bieten komfortable Unterkünfte, Freizeitbereiche (Pools, Unterhaltungszonen, Fitnessräume, Lounges, Bars, Souvenirläden …), gute Restaurants und exklusive Aktivitäten rund um den Wald. Von einfach bis luxuriös – für jeden ist etwas dabei.

    Eine weitere Möglichkeit sind die Amazonas-Flusskreuzfahrten, die wie klassische Kreuzfahrten auf dem Meer funktionieren, aber mit weniger Passagieren und auf den Wassern der Amazonasflüsse wie dem Rio Negro, Solimões, Tapajós und dem Amazonas selbst.

    Aerial view of a swimming pool at a luxury eco-lodge nestled deep within the Amazon Rainforest vegetation, offering leisure in nature.
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    Die besten Amazonas-Kreuzfahrten in Brasilien bieten Kabinen mit eigenem Bad, ein Restaurant an Bord und viele Unterhaltungsmöglichkeiten – eine großartige Art, die Natur zu erleben.

    Wenn es dir nichts ausmacht, auf Komfort zu verzichten, um ganz in die Natur einzutauchen, empfehlen wir dir die Amazonas-Dschungel-Survival-Tour – eine Reise, bei der du deine Nächte beim Camping mitten im Wald verbringst! Begleitet von qualifizierten Guides schläfst du in Hängematten, kochst am Lagerfeuer und lernst sogar Überlebenstechniken.

    👉 Mehr lesen:

    Wie lange solltest du im Amazonas-Regenwald bleiben?

    Wie lange du bleibst, hängt davon ab, wie tief du in das Erlebnis eintauchen möchtest.

    Eine 3-tägige Tour eignet sich, wenn deine Zeit knapp ist – kurz, aber genug für Flussfahrten, geführte Dschungelwanderungen und einen ersten Eindruck von den einzigartigen Ökosystemen des Regenwaldes. Ideal, wenn du ohnehin in Manaus Halt machst oder den Amazonas mit anderen Zielen in Brasilien verbindest.

    Breathtaking aerial view of a river fork and lush green islands in the Amazon basin, highlighting the region's vast hydrology and beauty.
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    Hast du mehr Zeit, bietet dir ein Aufenthalt von 4 bis 7 Tagen ein intensiveres Erlebnis. Mit ein paar zusätzlichen Tagen dringst du tiefer in abgelegene Gebiete vor, erhöhst deine Chancen auf Tiersichtungen und besuchst Schutzgebiete wie Anavilhanas oder den Jaú-Nationalpark.

    Längere Reisen erlauben außerdem Nachtaktivitäten, kulturelle Besuche bei lokalen Gemeinschaften und sogar mehrtägige Wanderungen oder Flussexpeditionen für alle, die mehr Abenteuer suchen.

    👉 Mehr lesen: Wie viele Tage solltest du im Amazonas verbringen?

    Reise in den Amazonas in Brasilien: Was kostet das?

    Die Kosten für eine Reise in den Amazonas in Brasilien hängen von mehreren Faktoren ab, etwa von der Unterkunftskategorie, der Gruppengröße, der Reisedauer und den Reiserouten.

    Travelers kayaking down a tranquil Amazon river, enjoying an eco-friendly way to observe the rainforest ecosystem up close.
    Photo: Samuel Melim

    Wildcamping-Touren zum Beispiel sind günstiger und bieten ein ursprüngliches, intensives Erlebnis, während Luxus-Lodges hohen Komfort zu einem höheren Preis bieten. Alleinreisende zahlen wegen des Einzelzimmerzuschlags oft mehr, während Gruppenreisende von geteilten Kosten profitieren.

    PlanetaEXO stellt die besten Amazonas-Regenwald-Touren in Brasilien zusammen, mit Preisen (pro Person) von € 369 für einfache Camping-Expeditionen bis € 3.910 für erstklassige Luxuspakete – Flüge nicht inbegriffen.

    Brauchst du eine Impfung für den Amazonas-Regenwald in Brasilien?

    Anders als in anderen Ländern (Bolivien, Kolumbien, Guyana, Panama und Venezuela) ist für den Amazonas in Brasilien keine Gelbfieberimpfung vorgeschrieben, weil ANVISA (die brasilianische Gesundheitsbehörde) die Krankheit im eigenen Staatsgebiet nicht als Risiko einstuft.

    Trotzdem wird ausländischen Reisenden dringend empfohlen, sich mindestens zehn Tage vor der Reise impfen zu lassen – besonders, wenn sie den Regenwald in den zuvor genannten Ländern besuchen wollen. Sicher ist sicher!

    Close-up of a traveler's hands examining unique leaf textures during a guided educational walk in the Amazon jungle.
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    Ist es sicher, den Amazonas-Regenwald in Brasilien zu besuchen?

    Ja, den Amazonas zu besuchen ist sicher, solange du mit erfahrenen lokalen Guides unterwegs bist. Manche denken, entlang der Wege lauerten wilde Tiere und versteckte Gefahren, doch die Touren sind sorgfältig geplant, um riskante Situationen zu vermeiden.

    Die Guides kennen den Wald in- und auswendig und sorgen dafür, dass jede Aktivität – von Dschungelwanderungen bis zu Bootsfahrten – vollkommen sicher und mit Respekt vor der Natur abläuft.

    Da die Routen ausschließlich auf Beobachtung ausgelegt sind, begegnest du keinen Tieren, die eine Gefahr darstellen. Zudem bleiben die meisten Arten lieber versteckt, sodass Begegnungen ruhige Momente sind, in denen du ihre Schönheit bewundern kannst.

    Mit professioneller Begleitung, komfortabler Logistik und gut durchdachten Aktivitäten wird der Amazonas zu einem sicheren und unvergesslichen Abenteuer für alle Reisenden.

    Group of tourists exploring a cave formation within the Amazon rainforest, looking out at the jungle with an expert local guide.
    Photo: Felipe Castellari

    Was solltest du für eine Amazonas-Reise einpacken?

    Pack in deinen Koffer:

    • Leichte Kleidung (T-Shirts, langärmelige Shirts, Shorts, Hosen, Hüte/Kappen, Badesachen)
    • Bequeme Schuhe (Sneaker zum Wandern, Flip-Flops, Sandalen)
    • Reise-Essentials (Dokumente, Bargeld, Kredit-/EC-Karten, Medikamente, Sonnencreme, After-Sun-Gel, Insektenschutz)
    • Ausrüstung für Dschungelwanderungen (Regenjacke, Taschenlampe, wiederverwendbare Trinkflasche)
    • Elektronische Geräte (Handy, Kamera, Ladegeräte, Powerbanks usw.)

    Travelers using binoculars on an observation tower high above the canopy to safely spot birds and wildlife in the Amazon Rainforest.

    👉 Mehr lesen: 10 Reisetipps für den Amazonas-Regenwald, mit denen du das Beste aus deinem Abenteuer machst

    Lohnt sich eine Reise in den Amazonas?

    Und wie sie sich lohnt! Der Amazonas-Regenwald ist der an Naturschätzen reichste Ort der Erde. Der Dschungel, die Flüsse, die Tiere, das Essen, die Menschen – alles trägt eine unerklärliche Schönheit und eine besondere Atmosphäre, die es nirgendwo sonst gibt.

    Wer Abenteuer und Ökotourismus liebt, sollte mindestens ein paar Tage an diesem außergewöhnlichen Ort verbringen, um mit eigenen Augen zu sehen, wozu Mutter Natur wirklich fähig ist.

    Tourist embracing the massive trunk of a Samauma tree, showcasing the scale of the giant trees and the connection with nature in the Amazon.
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    Sollen wir dein Amazonas-Abenteuer buchen?

    Wir hoffen, dieser Ratgeber, wie du den Amazonas besuchen kannst, hilft dir dabei, deine Amazonas-Reise zu planen!

    Als Experten-Plattform, die mit den besten lokalen Anbietern zusammenarbeitet, bietet PlanetaEXO herausragende Amazonas-Reisen in Brasilien mit maßgeschneiderten Reiseverläufen und der gesamten Unterstützung, die du brauchst. Kontaktiere uns jetzt!

  • 15 Amazonas-Fakten über den Regenwald in Brasilien

    15 Amazonas-Fakten über den Regenwald in Brasilien

    Lebendig und für unseren Planeten von unschätzbarem Wert ist der Amazonas-Regenwald ein Top-Ziel für Ökotourismus. Hier sind unsere 15 Amazonas-Fakten!

    Wunderschön, gewaltig, vielfältig und in internationalen Umweltdebatten immer im Mittelpunkt: Der Amazonas-Regenwald ist ohne Zweifel einer der faszinierendsten Orte unseres Planeten.

    Kein Wunder, dass die Besucherzahlen täglich steigen. Allein in den ersten vier Monaten des Jahres 2025 wuchs der Tourismus im Bundesstaat Amazonas um insgesamt 13%, mit 21,85% mehr ausländischen Reisenden, so die Tourismusbehörde des Bundesstaates Amazonas. Und damit zu deiner ersten von 15 Regenwald-Fakten über Brasilien!

    Damit du einen Vorgeschmack bekommst, was dich erwartet, hat PlanetaEXO, eine auf Amazonas-Touren in Brasilien spezialisierte Ökotourismus-Plattform, eine Liste mit 15 spannenden Fakten über den Amazonas zusammengestellt. Sieh es dir unten an!

    1 – Wie groß ist der Amazonas-Regenwald?

    Die Größe des Amazonas-Regenwaldes ist beeindruckend: Mit einer Fläche von 6,74 Millionen km² erstreckt er sich über acht verschiedene Länder Südamerikas: Brasilien, Bolivien, Kolumbien, Ecuador, Guyana, Peru, Venezuela und Suriname. Kein Wunder, dass er der größte Regenwald der Erde ist.

    Um dir eine Vorstellung von dieser Dimension zu geben: Der Amazonas ist fast so groß wie Australien (7.692.024 km²) oder doppelt so groß wie Indien (3.287.590 km²)!

    Mist rising above the dense Amazon Rainforest canopy at sunrise, showcasing the vast biodiversity of the Brazilian jungle.
    Photo: Andre Dib

    2 – Der größte Anteil am Amazonas

    60% des Amazonas-Regenwaldes, rund 4,2 Millionen km², liegen in Brasilien, verteilt auf die Bundesstaaten Amazonas, Amapá, Acre, Pará, Rondônia, Roraima, Tocantins, Mato Grosso und Maranhão.

    Der größte Anteil liegt in Amazonas (1.285.216 km²), gefolgt von Pará (947.303 km²) und Mato Grosso (423.967 km²).

    👉 Mehr dazu: Wie kommt man in den Amazonas-Regenwald in Brasilien?

    3 – Die gewaltigen Zahlen des Amazonas-Flusses

    Einige der spannendsten Fakten über den Amazonas in Brasilien drehen sich um den Amazonas-Fluss. Bis 2008 galt der Nil in Afrika mit 6.650 km als längster Fluss der Welt.

    Doch Satellitenbilder des Nationalen Instituts für Weltraumforschung (Inpe), einer Einrichtung des brasilianischen Wissenschaftsministeriums, belegten, dass dieser Titel in Wahrheit dem Amazonas gehört, mit imposanten 6.992 km.

    Die Quelle des Flusses liegt in den Anden in Peru, seine Mündung dagegen auf der Ilha do Marajó im Bundesstaat Pará, wo er in den Atlantik fließt. Auf diesem langen Weg nimmt er mehr als 1.000 Nebenflüsse in Brasilien, Kolumbien und Peru auf und steht damit für 20% des gesamten Süßwassers aller Kontinente der Erde.

    Es ist zugleich das größte Flussbecken der Welt mit einer Fläche von 7.000.000 m². Der Fluss ist die wichtigste Wasserquelle für tausende Tierarten und Millionen Pflanzen und trägt so zur Stabilität des regionalen Klimas bei.

    The winding Amazon River reflecting the golden sunset light as it flows through the dark green rainforest.
    @astro_alex_esa

    Auch die Menschen profitieren. Fluss- und indigene Gemeinschaften nutzen dieses Wasser für ihren Alltag, doch der Amazonas-Fluss ist ebenso wichtig für Tätigkeiten wie Fischerei, Landwirtschaft, Viehzucht und touristische Angebote wie Flusskreuzfahrten.

    👉 Mehr dazu: Die besten Amazonas-Flusskreuzfahrten in Brasilien

    4 – Indigene Gemeinschaften

    Insgesamt leben in Brasilien 1,7 Millionen indigene Menschen, und die Hälfte davon nennt den Amazonas ihr Zuhause. Über 180 indigene Gemeinschaften bewohnen eine Fläche von 1.110.000 km² im Wald, vor allem in den Bundesstaaten Mato Grosso, Maranhão, Amazonas und Roraima. Die Yanomami sind die größte Gruppe mit 27.152 Menschen, gefolgt von Raposa Serra do Sol (26.176) und Évare I (20.177).

    Indigene Gemeinschaften lebten schon lange in Brasilien, bevor die Portugiesen 1500 ankamen. Ihre Gebiete zu schützen und ihre Anliegen zu unterstützen bedeutet, ihre Kultur und das ureigene Wesen des Landes zu bewahren und zugleich die Artenvielfalt des Amazonas zu schützen.

    A group of indigenous people in the Amazon playing traditional long wind instruments and drums during a cultural ritual.
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    Zwar gibt es einige wenige isolierte Gruppen, doch die meisten indigenen Gemeinschaften empfangen Besucher, um ihnen ihre Traditionen zu zeigen und auf die Bedeutung des Amazonas-Regenwaldes aufmerksam zu machen.

    5 – Kulturelle Begegnungen

    Eine der erstaunlichsten Fakten über den Amazonas in Brasilien ist, wie vielfältig die Kultur dieser Region wirklich ist. Neben den indigenen Völkern beherbergt der Regenwald auch Flussgemeinschaften, die sich vor allem aus caboclos (Nicht-Indigene, die im Amazonasgebiet geboren wurden) und quilombolas (Nachfahren versklavter Afrikaner, die zwischen dem 16. und 19. Jahrhundert aus den Zuckermühlen flohen und eigene Gemeinschaften gründeten) zusammensetzen.

    Diese kulturelle Vielfalt eröffnet vielen Reisenden besondere Erlebnisse: Einheimische heißen sie willkommen, lassen sie an ihrem Familienleben teilhaben und geben Einblick in ihre Überzeugungen, Essgewohnheiten, ihr Handwerk und ihre enge Verbindung zur Natur.

    A young boy paddling a wooden canoe on a dark river, representing the daily life of riverside communities in the Amazon.
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    6 – Einzigartige Amazonas-Fakten zur Tierwelt

    Das Institut für Gesellschaft, Bevölkerung und Natur (ISPN) in Brasilien erklärt, dass die gesamte Fauna des Amazonas noch nicht vollständig dokumentiert ist. Forschende sind sicher, dass noch viel mehr zu entdecken ist, bislang wurden aber rund 30 Millionen Arten offiziell katalogisiert.

    Auf brasilianischem Gebiet leben 311 Säugetierarten, 1.300 Vögel, 232 Amphibien, 273 Reptilien und 1.800 Fische. Manche Tiere gelten als Symbole des Amazonas-Regenwaldes, etwa rosa Flussdelfine, Große Ameisenbären, Riesenotter, Klammeraffen, Piranhas und Anakondas.

    A Giant Otter, a symbol of Amazon wildlife, swimming in the water while eating a fish.
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    Auch kleinere Lebewesen spielen eine große Rolle im Gleichgewicht des Amazonas-Ökosystems. Schätzungen zufolge leben über 2,5 Millionen Insektenarten im Wald, darunter die weltweit größte Vielfalt an Schmetterlingsarten: allein in Brasilien mindestens 133, laut Amazonian Butterflies, einem Projekt des Staatlichen Museums für Naturkunde in Karlsruhe, Deutschland.

    7 – Üppige Pflanzenwelt

    Die gemeinnützige Organisation World-Transforming Technologies (WTT) wertete gemeinsam mit der Agência Bori über 1.070 wissenschaftliche Artikel über Amazonaspflanzen aus, die zwischen 2017 und 2021 erschienen. Die Auswertung ergab, dass der brasilianische Amazonas bis zu 40.000 Arten beherbergt, und vermutlich sind noch weitere zu katalogisieren.

    Forschende schätzen zudem, dass 2.500 Baumarten im Wald wachsen, das entspricht einem Drittel aller tropischen Bäume der Erde. Einige sind weltweit bekannt, weil ihre Früchte für leckere Spezialitäten und sogar Kosmetik verwendet werden, etwa açaí, Paranuss, buriti und tucumã.

    Clusters of bright orange and red palm fruits hanging from a tree, illustrating the abundant flora of the Amazon Rainforest.
    Photo: Alex Da Riva

    8 – Hotspot für Ökotourismus

    Eine der bemerkenswertesten Amazonas-Regenwald-Fakten sind die unvergesslichen Ökotourismus-Angebote: geführte Wanderungen, Kanufahrten durch überflutete Wälder, Tierbeobachtung und mehr.

    Nicht nur die Regierung setzt auf Maßnahmen für nachhaltiges Reisen, auch die besten Dschungel-Lodges im Amazonas in Brasilien haben eigene Regeln, um den Wald zu schützen, ohne bei den Programmen und beim Aufenthalt Abstriche zu machen.

    Regenwassernutzung, Solar- und Windenergie, Recycling und eine begrenzte Gästezahl pro Tour sind nur einige davon.

    Tourists on an observation tower using large cameras and binoculars for wildlife observation in the Brazilian Amazon.
    Photo: Andre Dib

    👉 Mehr dazu: Ökotourismus im Amazonas-Regenwald: 7 Touren, um der Natur nahe zu sein

    9 – Das Zusammentreffen der Wasser

    Das Zusammentreffen der Wasser ist ein bemerkenswertes Phänomen: Die Wasser des Negro und des Solimões, schwarz beziehungsweise braun, fließen Seite an Seite, vermischen sich aber nie. Ein echter Blickfang, doch wie kommt das?

    Dafür gibt es drei Gründe:

    • Fließgeschwindigkeit: Der Negro fließt mit 2 km/h, der Solimões ist mit 4 bis 6 km/h schneller.
    • Temperatur: Der Negro ist mit durchschnittlich 28 ºC recht warm. Mit 22 ºC ist der Solimões deutlich kälter.
    • Säuregehalt: Wegen der vielen organischen Säuren liegt der pH-Wert des Negro zwischen 3,8 und 4,9, der des Solimões zwischen 4,5 und 7,8.
    A boat navigating the Meeting of Waters, where the black Rio Negro and brown Solimões River flow side by side without mixing.
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    10 – Sumaúma-Bäume

    Und hier kommt eine weitere spannende Tatsache über den Amazonas in Brasilien: Im Regenwald wächst ein Baum, der bis zu 45 Meter hoch werden kann! Die Rede ist von der bekannten sumaúma (oder dem Kapokbaum).

    Die ältesten sumaúmas des Landes stehen im Nationalwald Tapajós in Alter do Chão, Pará. Der älteste Baum ist vermutlich 900 bis 1.000 Jahre alt! Er ist bekannt als Königin des Amazonas oder vovózona (große Oma). Passend, oder?

    A large group of tourists holding hands to encircle the massive trunk of a Sumaúma tree, known as the Queen of the Amazon.
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    Dieser eine sumaúma-Baum ist so mächtig, dass sechsundzwanzig Erwachsene nötig sind, um seinen Stamm zu umarmen, und er gibt zugleich täglich tausende Liter Wasser an die Luft ab.

    👉 Sieh sumaúma-Bäume auf unserer Tour: Amazonas-Flusskreuzfahrt ab Alter do Chão

    11 – Regen im Amazonasgebiet

    Insgesamt fallen im Amazonasgebiet zwischen 1.500 mm und 3.000 mm Regen pro Jahr. Diese Menge ist so hoch, weil das Amazonasbecken riesig ist, da folgt der Regen ganz natürlich derselben Logik.

    Vom Atlantik weht der Wind Richtung Kontinent und bringt Feuchtigkeit in den Wald. Zuerst nehmen Boden und Vegetation das Wasser auf. Dann gelangt ein Teil des verdunsteten Wassers über die Pflanzen zurück in die Atmosphäre, was den Niederschlag weiter erhöht.

    Eine Studie der Universität São Paulo aus dem Jahr 2022 zeigt, dass 25% des gesamten Regens in Süd- und Südostbrasilien ganz eng mit dem Amazonas-Regenwald im hohen Norden des Landes zusammenhängen. Das wirkt sich zudem stark auf ganz Südamerika aus.

    A guide looking up at the trees while walking through the water in a flooded forest area of the Amazon.
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    Dieses natürliche System ist jedoch in Gefahr. Abholzung, Waldbrände und Klimawandel beeinträchtigen den Regen im Amazonasgebiet stark. Das größte Problem sind die niedrigen Wasserstände, die dem Wohl von Tieren, Pflanzen und Menschen schaden, die zum Überleben auf die Flüsse angewiesen sind.

    👉 Mehr dazu: Wann ist die beste Reisezeit für den Amazonas-Regenwald in Brasilien

    12 – Waldbrände und Abholzung im Amazonas

    Abholzung ist eine schlimme Sache für den Amazonas, doch Waldbrände richten nachweislich noch größere Schäden an. Von Januar bis Oktober 2024 zerstörten die Brände 67.000 km² Naturfläche, während die Abholzung zwischen Juli 2023 und August 2024 6.300 km² betraf. Diese Zahlen wurden auf der COP29 (29. Vertragsstaatenkonferenz der UNFCCC) vom Amazon Environmental Research Institute (IPAM) vorgelegt.

    Es ist ein Dominoeffekt. Abholzung im Amazonas bedeutet Klimawandel, und der schadet dem Regen. Fehlende Feuchtigkeit und hohe Temperaturen trocknen den Boden so weit aus, dass sich Feuer mühelos ausbreitet.

    Two hands placed on a tree trunk covered in small ants, highlighting the diverse insect life in the Amazon ecosystem.
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    Auf der COP30, die 2025 in Belém, der Hauptstadt von Pará, stattfand, kamen Staats- und Regierungschefs zusammen, um Pläne gegen Brände, Abholzung und die Folgen der Erderwärmung zu entwickeln, die den Amazonas und andere Biome wie das Pantanal direkt betreffen.

    Maßnahmen zur Brandverhütung, ständige Überwachung und Gesetze, die Umweltschäden verringern und rückgängig machen, sind der beste Weg, diese Probleme zu lösen.

    👉 Mehr dazu: Ökotourismus im Amazonas-Regenwald: eine Lösung gegen die Abholzung

    13 – Kohlenstoffbindung

    Das Aufnehmen und Speichern von Kohlendioxid (CO2) aus der Atmosphäre nennt man Kohlenstoffbindung. Dieses Treibhausgas ist sehr schädlich für die Umwelt, seine Aufnahme hilft daher, den Klimawandel zu bremsen.

    Anhand von Satellitendaten stellte die gemeinnützige Organisation Amazon Conservation fest, dass die Bäume des Amazonas 2022 oberirdisch 56,8 Milliarden Tonnen CO2 speicherten. Wissenschaftlich betrachtet ist der Begriff „grüne Lunge der Erde“ nicht ganz korrekt, doch er bringt die Bedeutung des Regenwaldes für das Ökosystem des Planeten gut auf den Punkt.

    A tall metal observation tower rising above the dense green canopy of the Amazon Rainforest under a cloudy sky.
    Photo: Andre Dib

    14 – Anavilhanas-Archipel

    Noch ist nicht alles verloren. Nationalparks in Brasilien sind ein wertvolles Mittel, um den Wald zu schützen, und Anavilhanas ist einer davon. Auf einer Gesamtfläche von 350.000 ha schützt er 400 Inseln im Rio Negro und ist damit das zweitgrößte Flussarchipel der Welt. Das größte ist Mariuá, ebenfalls in Amazonas.

    Von September bis Februar, in der Trockenzeit, tauchen am Horizont des Parks viele Flussstrände auf. Orla, Aracari, Bararoá und Camaleão gehören zu den bekanntesten.

    Aerial view of the Anavilhanas Archipelago showing lush green islands scattered across the dark waters of the Negro River.
    Photo: Felipe Castellari

    Mitten im Nationalpark gelegen, bietet die Anavilhanas Jungle Lodge, eine der besten Unterkünfte im Amazonas-Regenwald, Fünf-Sterne-Aufenthalte im Herzen des Waldes: Gäste können tief in die Natur eintauchen, ohne je auf Komfort und Luxus zu verzichten.

    15 – Manaus, das Tor zum Amazonas in Brasilien

    Zum Schluss noch eine Tatsache über den Amazonas in Brasilien: Manaus, die Hauptstadt von Amazonas, ist der wichtigste Knotenpunkt für Ökotourismus im Norden und der beste Ausgangspunkt, um den Regenwald zu erkunden.

    Deshalb fliegen viele Reisende nach Manaus zum internationalen Flughafen Eduardo Gomes (MAO), um ihre Amazonas-Touren möglichst bequem zu genießen.

    The historic Teatro Amazonas opera house in Manaus, featuring a tiled dome and pink facade, serving as the gateway to the Amazon.
    @manausnasfotos

    👉 Mehr dazu: Manaus, Brasilien – Reiseführer: Was tun, wo übernachten und mehr!

    Wähle deine Amazonas-Tour mit PlanetaEXO

    Unsere 15 Amazonas-Fakten haben dich sicher neugierig gemacht, diese Größe einmal selbst zu erleben!

    PlanetaEXO ist eine Ökotourismus-Plattform, die mit den besten lokalen Anbietern zusammenarbeitet und auf Amazonas-Regenwald-Touren in Brasilien spezialisiert ist. Unser Team hilft dir gern bei allem, was du für die Planung deines nächsten Urlaubs brauchst. Kontaktiere uns jetzt!

  • 15 Amazonas-Tiere: entdecke die Tierwelt Brasiliens

    15 Amazonas-Tiere: entdecke die Tierwelt Brasiliens

    Das artenreichste Ökosystem der Erde beherbergt unzählige Tierarten. Entdecke die Tierwelt des Amazonas-Regenwalds!

    Der Amazonas-Regenwald ist für seine üppige Vegetation bekannt: dicht und vielfältig, mit über 2.500 Baumarten und 30.000 Pflanzenarten von insgesamt 100.000 in ganz Südamerika. So reich wie die Flora ist auch die Fauna.

    Von Säugetieren bis zu Fischen, von Amphibien bis zu Vögeln: Die Amazonas-Tiere sind so beeindruckend wie ihr Zuhause. Der Regenwald ist das artenreichste Biom Brasiliens und beherbergt über 75 % der Säugetiere und 80 % der Vögel des Landes.

    PlanetaEXO, eine auf Amazonas-Touren in Brasilien spezialisierte Ökotourismus-Plattform, hat 15 faszinierende Amazonas-Regenwald-Tiere für dich ausgewählt, die im größten tropischen Regenwald der Welt leben. Schau sie dir unten an!

    Welche Tiere leben im Amazonas-Regenwald in Brasilien?

    Laut Embrapa (der brasilianischen Agrarforschungsbehörde) leben im Amazonas-Regenwald rund 30 Millionen Tiere, die noch nicht katalogisierten Arten nicht mitgerechnet.

    In den Flüssen leben fast 3.000 Fischarten und bekannte Säugetiere, während sich Raubtiere, Affen und Vögel zwischen den Bäumen verstecken.

    Aerial view of a winding river surrounded by the dense green vegetation of the Amazon Rainforest in Brazil.
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    Denk daran: Die Tierwelt des Amazonas ist zweifellos reich, doch die Tiere sind von der dichten Vegetation getarnt oder nachtaktiv. Es ist nicht unmöglich, sie zu entdecken, aber seltener als im Pantanal, das als bester Ort für Tierbeobachtungen in Brasilien gilt.

    👉 Lies mehr: Pantanal oder Amazonas: Wofür solltest du dich entscheiden?

    1) Amazonas-Flussdelfin

    A pink Amazon river dolphin with its head above water and mouth open, showcasing the friendly wildlife of Brazil.
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    Der Flussdelfin gilt als Sinnbild der Tierwelt des Amazonas-Regenwalds und ist für seine rosa Haut und sein zutrauliches Wesen bekannt, denn er sucht immer wieder den Kontakt zu Menschen. In Brasilien ist er besonders berühmt, doch du findest ihn auch in anderen Ländern (Bolivien, Ecuador, Kolumbien, Peru und Venezuela).

    Wissenswertes über den Amazonas-Flussdelfin:

    • Der größte Süßwasserdelfin der Welt, bis zu 2,5 Meter lang und durchschnittlich 200 kg schwer.
    • Männchen sind größer und rosafarbener, Weibchen kleiner und grau.
    • Um sich in Flüssen und überfluteten Wäldern zu bewegen und im dunklen Wasser des Bioms Nahrung zu finden, verfügt der Amazonas-Flussdelfin über ein gut entwickeltes Echoortungssystem.
    • Einer lokalen Legende nach verwandelt sich der Amazonas-Flussdelfin bei Vollmond im Juni in einen charmanten Mann. In Menschengestalt besucht er Feste, verführt Frauen und kehrt dann in den Fluss zurück. Im Volksglauben diente dieser Mythos lange dazu, Kinder ohne bekannten Vater zu erklären.

    2) Amazonas-Manati

    A large Amazonian manatee swimming slowly underwater in its natural habitat.
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    Der Amazonas-Manati ist die kleinste Seekuh der Welt, bis zu 3 Meter lang und durchschnittlich 450 kg schwer. Der sanfte Riese steht seit 1967 unter brasilianischem Schutz, wird aber weiterhin für den illegalen Fleischhandel gejagt, und Jungtiere verfangen sich häufig versehentlich in Fischernetzen.

    Wissenswertes über den Amazonas-Manati:

    • Wie ein Fingerabdruck trägt jeder Manati einen weißen oder rosafarbenen Fleck am Bauch.
    • Rund um die Insel Marajó (Pará) und vor der Küste von Amapá lebt der Amazonas-Manati im selben Gebiet wie sein mariner Verwandter, die Karibik-Seekuh (Nagelmanati).
    • Da er sich von Wasser- und Sumpfpflanzen ernährt, trägt er zum Nährstoffkreislauf der Flüsse und zur Kontrolle der Vegetation bei.
    • Zurückhaltend und eher einzelgängerisch, erreicht er ein geschätztes Alter von 60 Jahren.

    👉 Lies mehr: Wie kommst du in den Amazonas-Regenwald in Brasilien?

    3) Harpyie

    Close-up of a large harpy eagle with gray feathers looking down sharply from the Amazon jungle.
    Photo: Ivo Kruusamägi

    Die Harpyie zählt zu den faszinierendsten Amazonas-Tieren und ist der größte Greifvogel Amerikas: Ihre Flügelspannweite misst gut 2 Meter, Weibchen wiegen bis zu 9 kg, Männchen bis zu 5 kg. Als Spitzenprädator jagt sie Faultiere und Affen und reißt sie mit Krallen, die stark genug dafür sind, von den Ästen.

    Wissenswertes über die Harpyie:

    • Manche indigenen Gruppen Brasiliens nennen sie uiraçu, was so viel wie „Vogel-Vogel“ bedeutet. Sie gilt ihnen zudem als Verkörperung der Stammeshäuptlinge.
    • Trotz ihrer Größe ist sie wegen ihrer Wendigkeit und einzelgängerischen Art schwer zu entdecken.
    • Für ihre Nester wählt sie meist die höchsten Bäume (über 40 m).
    • Da die Harpyie relativ große Beute schlägt, braucht sie Jagdreviere von durchschnittlich 100 km², das entspricht 10.000 Fußballfeldern!

    4) Hyazinth-Ara

    A hyacinth macaw with bright blue feathers and yellow facial features flying across the sky.
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    Mit leuchtend blauem Gefieder und gelben Akzenten fliegt der Hyazinth-Ara paarweise oder in Gruppen und hält seinem Partner die Treue. Leider ist er durch Jagd, illegalen Handel und Abholzung vom Aussterben bedroht.

    Wissenswertes über den Hyazinth-Ara:

    • Er ernährt sich von den Nüssen zweier Palmenarten (acuri und bocaiúva).
    • Mit etwa sieben Jahren beginnt er, einen Partner zur Fortpflanzung zu suchen.
    • In den ersten 45 Lebenstagen ist er äußerst zerbrechlich und kann sich nicht einmal gegen Kakerlaken und Ameisen wehren.
    • Du findest ihn außerdem im Pantanal und im Cerrado.

    5) Wollaffe

    A robust woolly monkey with brownish-gray fur resting comfortably on a tree branch in the Amazon Rainforest.
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    Wollaffen haben ganz besondere Merkmale: einen runden Kopf mit kurzem Fell und langes Bauchfell, das ihnen einen rundlichen Bauch verleiht. Deshalb heißt dieser sympathische Affe auf Portugiesisch macaco-barrigudo (Dickbauchaffe).

    Wissenswertes über den Wollaffen:

    • Er lebt vor allem auf festem Boden im Amazonas-Regenwald, nutzt aber in Zeiten reicher Fruchternte auch überflutete Wälder.
    • Er bewohnt das Zwischenstromland von Rio Negro und Solimões, mit Ausnahme des östlichen Teils. Auch in Kolumbien, Ecuador, Peru und Venezuela ist er zu Hause.
    • Sein wolliges Fell ist bräunlich-grau und am Kopf etwas heller.
    • Als gesellige Tiere leben Wollaffen in großen Gruppen (12 bis 70 Tiere).

    👉 Lies mehr: Die besten Wildlife-Touren und Reiseziele in Brasilien

    6) Kurzohrfuchs

     A rare short-eared dog with a dark greyish coat standing near a muddy riverbank in the Amazon.
    @galo_zapata_rios

    Der Kurzohrfuchs gehört zu den seltenen Tieren im Amazonas-Regenwald, denn er ist nur schwer zu entdecken. Seine Scheu schützt ihn, doch die Abholzung kann ihm gefährlich werden.

    Wissenswertes über den Kurzohrfuchs:

    • Er ernährt sich von kleinen Säugetieren, Reptilien, Vögeln, Insekten und Fischen.
    • Er ähnelt einem mittelgroßen Hund, mit dunkelbraunem oder gräulichem Fell, langer Schnauze und einem Gewicht von über 10 kg.
    • Nachweise seines Lebensraums gibt es in Überschwemmungsgebieten, Hochlandwäldern, Sümpfen, Bambusbeständen und entlang von Flüssen.
    • Weil er den Menschen meidet, ist bis heute nur wenig über ihn bekannt.

    7) Rotbauch-Piranha

    A red-bellied piranha swimming among green aquatic plants in the muddy waters of the Amazon.
    Photo: H. Zell

    Anders als viele glauben, zählen Piranhas nicht zu den gefährlichsten Tieren des Amazonas-Regenwalds. Gerade der Rotbauch-Piranha greift Menschen so gut wie nie an, trotz seiner sehr scharfen, dreieckigen Zähne.

    Wissenswertes über den Rotbauch-Piranha:

    • Auf seinem Speiseplan stehen Insekten, wirbellose Wassertiere, Weichtiere, Krebstiere, andere Fische, Früchte, Samen und Wasserpflanzen.
    • In der lokalen Küche ist er sehr geschätzt und gilt als Aphrodisiakum.
    • Er lebt in Flüssen, Seen und schlammigen Lagunen.
    • Er pflanzt sich in der Regenzeit fort, meist von April bis Mai. Die Weibchen legen rund 5.000 Eier an frisch überflutete Pflanzen, in Nestern, die die Männchen bauen.

    👉 Lies mehr: Beste Reisezeit für den Amazonas in Brasilien

    8) Riesenotter

    A giant otter swimming in the river with its mouth wide open while eating its prey.
    Photo: João Marcos Rosa

    Der Riesenotter ist ein territoriales Raubtier und deutlich aggressiver als der asiatische Zwergotter. Er ist ein hervorragender Schwimmer und geschickter Jäger; Fische, Krabben, Frösche, Schlangen und Echsen gehören zu seinen Lieblingsspeisen.

    Wissenswertes über den Riesenotter:

    • Er ist im Amazonasgebiet weit verbreitet und bewohnt auch andere brasilianische Biome (Pantanal, Cerrado und den Atlantischen Regenwald).
    • Kennzeichnend sind die weißen Zeichnungen an der Kehle, die bei jedem Tier einzigartig sind.
    • Er lebt in Gruppen von bis zu 20 Tieren, bestehend aus einem Paar und mehreren Nachkommen.
    • Riesenotter nutzen eine Art Gemeinschaftstoilette, mit der sie zugleich ihr Revier durch den typischen Geruch markieren.

    9) Uakari

    A uakari monkey with a bright red face and long fur sitting quietly on a tree branch.
    Photo: Denis Jervis

    Uakari ist der volkstümliche Name der Neuweltaffen aus der Gattung Cacajao. Am auffälligsten sind der unbehaarte Kopf und das rötliche Gesicht: Je röter das Gesicht, desto gesünder das Tier.

    Wissenswertes über den Uakari:

    • Auf Portugiesisch heißt er auch macaco-inglês (englischer Affe).
    • Er stammt aus Brasilien, kommt aber auch im kolumbianischen und peruanischen Amazonasgebiet vor.
    • Zwar gilt er auf der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN als gefährdet, doch nahe der Stadt Tefé lebt eine beachtliche Population.
    • Er war die große Inspiration für die Uakari Lodge, ein Dschungelhotel im Mamirauá-Reservat.

    👉 Lies mehr: Die besten Amazonas-Lodges in Brasilien

    10) Jaguar

    A spotted jaguar resting completely relaxed on a thick tree branch in the Amazon vegetation.
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    Das Pantanal ist der beste Ort der Welt, um Jaguare zu beobachten, doch sie gehören ebenso zur Tierwelt des Amazonas-Regenwalds und sogar zum Cerrado. Diese Vielfalt an Lebensräumen hat einen einzigen Grund: die enorme Anpassungsfähigkeit der größten Raubkatze Amerikas.

    Wissenswertes über den Jaguar:

    • Bis Oktober 2025 wurden laut dem Mamirauá-Institut gut 6.300 Jaguare in Schutzgebieten des Amazonasgebiets erfasst.
    • Die dichte Vegetation des Amazonas erschwert die Jagd stärker als das offene Gelände des Pantanals. Deshalb sind die Jaguare im Amazonasgebiet kleiner.
    • Forscher haben kürzlich entdeckt, dass Jaguare wie Katzen miauen können, vor allem wenn Weibchen und Jungtiere kommunizieren.
    • Wie der menschliche Fingerabdruck dienen die Rosetten (die schwarzen Flecken über den ganzen Körper des Jaguars) zur Unterscheidung jedes einzelnen Tiers.

    11) Mohrenkaiman

    The textured head and bright eyes of a large black caiman floating quietly on the dark Amazon water.
    Photo: Marcelo Bonifácio

    Tödlich und lautlos, ist der Mohrenkaiman ein Meister der Tarnung und jagt ebenso gefährliche Räuber wie die Anakonda. Bei Nachttouren ist er eines der am leichtesten zu entdeckenden Amazonas-Tiere, denn seine Augen leuchten hell in der Dunkelheit.

    Wissenswertes über den Mohrenkaiman:

    • Er ist eines der größten Krokodilartigen der Welt, über 4 Meter lang und 400 kg schwer.
    • Als Jungtier wird er von anderen Tieren gejagt, doch als ausgewachsenes Tier macht ihn seine gewaltige Größe zum Spitzenprädator.
    • Anders als andere brasilianische Arten ist der Mohrenkaiman ein Einzelgänger und nur sehr selten in der Nähe von Artgenossen zu sehen.
    • Er ist unverzichtbar für das ökologische Gleichgewicht des Amazonas und hält die Bestände von Wasserschweinen, Fischen, Säugetieren und sogar Vögeln in Schach.

    👉 Lies mehr: Die besten Amazonas-Flusskreuzfahrten in Brasilien

    12) Aga-Kröte

     Close-up of a cane toad showing its coarse skin and warts in the Amazon jungle.
    Photo: C. Brück

    Die Aga-Kröte ist faszinierend, doch viele halten Abstand: raue Haut, Warzen über den ganzen Körper und ein wenig freundliches Gesicht, dazu das milchige Gift, das sie auf Angreifer spritzt und das dem Herzen schaden und Halluzinationen auslösen kann. Wer hätte gedacht, dass sie zu den gefährlichsten Tieren des Amazonas-Regenwalds gehört?

    Wissenswertes über die Aga-Kröte:

    • Sie pflanzt sich das ganze Jahr über fort; die Weibchen legen bis zu 30.000 Eier.
    • Groß und massig, bringt sie bis zu 1 kg auf die Waage (vor allem trächtige Weibchen).
    • Bei der Partnersuche fällt sie durch ihr sehr lautes, fast unaufhörliches Quaken auf.
    • Ihr Giftstrahl kann fast 2 Meter weit reichen.

    13) Weißkehl-Faultier

    A pale-throated sloth hanging upside down from a thin tree branch in the dense Amazon Rainforest.
    @devinbelliston

    Langsam und träge, schläft das Weißkehl-Faultier über 14 Stunden am Tag. Nur einmal in der Woche steigt es von den Bäumen herab, um sich zu erleichtern. Zwar bedroht die Abholzung diese Amazonas-Tiere, doch dank eines gesunden Bestands im ganzen Regenwald bekommst du sie oft zu Gesicht.

    Wissenswertes über das Weißkehl-Faultier:

    • Ein Faultier legt am Tag etwa 38 Meter zurück, mehr nicht.
    • Verglichen mit ihrer Langsamkeit an Land sind sie überraschend gute Schwimmer und im Wasser ziemlich flink.
    • Trotz ihrer scharfen Krallen wehren sich Weißkehl-Faultiere nicht gegen Räuber, sondern nutzen sie nur zum Klettern.
    • Um Räubern wie Harpyien, Jaguaren und großen Schlangen zu entgehen, bewegen sie sich meist erst bei Einbruch der Nacht.

    👉 Lies mehr: 20 Tiere in Brasilien – Wissenswertes und wo du sie findest

    14) Zitteraal

    An electric eel with a long cylindrical body swimming underwater near dark green aquatic plants.
    Photo: Alex Zakletsky

    Der Zitteraal des Amazonas heißt vor Ort poraquê, was in der indigenen Tupi-Sprache „der, der einschläfern lässt“ bedeutet. Der Name passt: Seine Stromstöße liegen bei etwa 500 Volt, können laut Studien des Nationalen Instituts für Amazonasforschung aber bis zu 1.500 Volt erreichen.

    Wissenswertes über den Zitteraal:

    • Mit seinem zylindrischen, langgestreckten Körper ähnelt er einer Schlange und wird bis zu 2,5 Meter lang.
    • Es gibt zwei Arten: Electrophorus voltai (in Pará, Amazonas, Rondônia und Mato Grosso) und Electrophorus electricus (im Norden von Amapá, in Amazonas und Roraima sowie in Französisch-Guayana und Suriname).
    • Wie bei einer Batterie ist der vordere Teil seines Körpers positiv geladen, die Schwanzspitze negativ.
    • Der Electrophorus voltai ist nach dem italienischen Physiker Alessandro Volta benannt, dem Erfinder der Batterie.

    15) Anakonda

     A massive green anaconda snake curled up tightly on the grass near the Amazon River.
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    Berühmt aus der Popkultur und von Mensch und Tier gefürchtet, ist die Anakonda tödlich, aber nicht giftig. Hat sie ihre Beute gefunden (Säugetiere, Vögel, Amphibien, Reptilien, Fische), schlingt sie ihren massigen Körper um das Opfer, bis es erstickt. Dann beginnt das Festmahl.

    Wissenswertes über die Anakonda:

    • Es gibt fünf verschiedene Arten: Große Anakonda, Nördliche Grüne Anakonda, Gelbe Anakonda, Beni-Anakonda und Dunkelgefleckte Anakonda.
    • Die Große Anakonda ist die größte (bis zu 7 Meter und 130 kg) und in der Tierwelt des Amazonasflusses am häufigsten anzutreffen.
    • Auf Portugiesisch trägt sie viele Namen: sucuris, boiaçus, boiçus, arigboias, sucurijus, viborões usw.
    • Die Horrorreihe Anaconda umfasst sieben Filme. Der erste, 1997 erschienen, war ein großer Kassenerfolg und gilt heute als Kultklassiker.

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    Die Tiere im Amazonas-Regenwald sind zwar recht scheu, doch auf Bootsfahrten, geführten Wanderungen oder Nachttouren bekommst du einige von ihnen zu sehen, allen voran Flussdelfine, Faultiere, Kaimane und verschiedene Vogelarten.

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